Chronische Bronchitis: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2015)

Die chronische Bronchitis ist eine Dauererkrankung der Atemwege, die durch Husten und Auswurf gekennzeichnet ist: Per Definition gilt die Bronchitis bei folgender Dauer des Hustenreizes mit Auswurf als chronisch:

  • wenn die Symptome an den meisten Tagen
  • während mindestens drei aufeinanderfolgender Monate
  • in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auftreten.

Das Risiko, eine chronische Bronchitis zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Außerdem sind Männer dreimal häufiger betroffen als Frauen.

Die einfache chronische Bronchitis unterscheidet sich klar von anderen Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder einem Lungenemphysem: Bei einfacher chronischer Bronchitis kommt es ...

  • nur zu Husten mit Auswurf,
  • nicht zu einer Verengung der Bronchien und somit
  • nicht zur Atemnot.

COPD

Die einfache chronische Bronchitis kann jedoch in eine chronisch obstruktive Bronchitis und somit in eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (bzw. COPD = Chronic Obstructive Pulmonary Disease) übergehen. Chronisch obstruktiv bedeutet, das die Bronchien durch die Erkrankung dauerhaft verengt sind, was zu Atemnot führen kann.

Unter dem Begriff COPD sind verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die in ihrer Entstehung zwar recht vielschichtig sind, deren Symptome sich aber sehr ähneln: Typisch für die COPD sind chronischer Husten, Auswurf, Atemnot und eine deutliche Leistungsminderung. Die einfache chronische Bronchitis gehört – als mögliche Vorstufe zur chronisch obstruktiven Bronchitis – bedingt auch zu diesem Krankheitskomplex. Sie ist aber keine obstruktive Lungenerkrankung, weil hier die Bronchien (noch) nicht verengt sind.


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