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Chorea Huntington (Huntington-Krankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. August 2013)

Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) – früher "erblicher Veitstanz" genannt – ist eine Nervenkrankheit. Charakteristisch für die Erkrankung sind unkontrollierte Bewegungen von Armen und Beinen, Gesicht, Hals und Rumpf. Aber auch psychische Beschwerden, Verhaltensauffälligkeiten und nachlassende geistige Fähigkeiten sind typische Symptome.

Chorea Huntington ist in der Regel angeboren und entsteht durch eine Veränderung des Erbguts (sog. Mutation). Trägt ein Elternteil diese Veränderung in sich, kann sie diese auf ihre Kinder übertragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind einer Person mit Chorea Huntington ebenfalls erkrankt, liegt bei 50 Prozent.

Chorea Huntington bricht meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr aus. Nach und nach entwickelt der Betroffene immer mehr Beschwerden, die an Intensität zunehmen. Der Grund für diesen Verlauf: Die Genveränderung bewirkt, dass in bestimmten Hirnbereichen Nervenzellen absterben.

Eine sichere Diagnose liefert ein Gentest. Mit seiner Hilfe kann man Chorea Huntington direkt nachweisen. Dies ist auch dann möglich, wenn noch keine Symptome vorhanden sind, eine erwachsene Person jedoch wissen möchte, ob sie die Huntington-Krankheit von ihren Eltern geerbt hat. Nicht voraussagen lässt sich mit so einem Test, wann Chorea Huntington ausbrechen wird.

Erste Symptome der Huntington-Krankheit sind oft Ungeschicklichkeit und Zappeligkeit, Verhaltensauffälligkeiten, psychische Beschwerden sowie Anzeichen einer leicht verringerten geistigen Leistungsfähigkeit. Typischerweise zeigen Personen mit Chorea Huntington im Verlauf der nächsten Jahre neben den unkontrollierten Bewegungen deutliche Wesensveränderungen. Darüber hinaus schwinden die geistigen Fähigkeiten nach und nach.

Chorea Huntington ist bislang nicht heilbar. Daher ist Ziel der Therapie, die Symptome zu lindern. Trotz ihres unaufhaltsamen Fortschreitens kann die Huntington-Krankheit zeitlich sehr unterschiedlich verlaufen und Jahre bis Jahrzehnte dauern – je später sie ausbricht, desto langsamer schreitet sie in der Regel voran.






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