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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) zeigt sich in der Regel erst im Erwachsenenalter: Die ersten Symptome der Nervenkrankheit treten typischerweise zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf und sind sehr vielfältig: Kennzeichnend für die Chorea Huntington sind vor allem körperliche Anzeichen einer Funktionsstörung des Nervensystems. Daneben kommt es bei der Huntington-Krankheit zu psychischen Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten, außerdem lassen die geistigen Fähigkeiten nach. Abhängig vom Stadium der Erkrankung sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt.
Bei Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) sterben in bestimmten Bereichen des Gehirns Nervenzellen ab, was unterschiedliche körperliche Symptome auslöst. Als erste neurologische Symptome sind eine Bewegungsunruhe der Arme und Beine sowie von Kopf und Rumpf zu beobachten. Diese Unruhe steigert sich, bis plötzlich unwillkürliche Bewegungen verschiedener Muskeln – sogenannte choreatische Hyperkinesien – einsetzen. Menschen mit Chorea Huntington versuchen zunächst, diese krankhaften Bewegungen zu verbergen, indem sie sie in willkürliche Bewegungsabläufe einbauen: Sie lecken sich nach dem unwillkürlichen Herausstrecken der Zunge über die Lippen oder streichen sich nach einer einschießenden Beugebewegung des Arms über das Haar.
Im weiteren Verlauf von Chorea Huntington geraten die Muskelbewegungen außer Kontrolle. Die Betroffenen beginnen, Grimassen zu schneiden, oder schleudern die Arme und Beine. Sprechen und Schlucken fallen zunehmend schwer (Dysarthrophonie und Dysphagie). Die Bewegungsunruhe verstärkt sich bei seelischer und körperlicher Belastung. Obwohl die unkontrollierten Bewegungen bei Chorea Huntington im Schlaf aufhören, nehmen die neurologischen Symptome bei Ermüdung eher zu, da dann die Muskelspannung erhöht ist. So können die Gliedmaßen bei fortgeschrittener Huntington-Krankheit minuten- bis stundenlang in einer schmerzhaften Fehlstellung verharren. Statt zu grimassieren, sind die Betroffenen nun nicht mehr in der Lage, durch Mimik, Gestik und Sprache zu reagieren (Mutismus). Die Beschwerden beim Schlucken und Atmen verstärken sich immer mehr und können zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
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