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Chorea Huntington (Huntington-Krankheit): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. August 2013)

Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) kann sich durch unterschiedliche Symptome äußern, die – abhängig vom Stadium der Nervenkrankheit – unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

In der Regel bricht die Huntington-Krankheit erst im Erwachsenenalter aus. Nur selten zeigen sich bereits vor dem 20. Lebensjahr Symptome.

Charakteristisch für Chorea Huntington sind vor allem:

  • körperliche Symptome wie z.B. unwillkürliche Bewegungen,
  • psychische Symptome und Verhaltensauffälligkeiten und
  • schwindende geistige Fähigkeiten.

Neurologische Symptome

Chorea Huntington verursacht verschiedene körperliche Symptome. Die Beschwerden entstehen, weil in bestimmten Bereichen des Gehirns Nervenzellen absterben (sog. neurologische Symptome).

Typisch für Chorea Huntington sind unkontrollierbare Bewegungen: Zu Beginn der Huntington-Krankheit können die Betroffenen das Gefühl haben, zum Beispiel Arme, Beine, Kopf oder Rumpf nicht stillhalten zu können. Diese Bewegungsunruhe nimmt zu, bis plötzlich unwillkürliche Bewegungen verschiedener Muskeln – sogenannte choreatische Hyperkinesien – einsetzen.

Zunächst versuchen die Betroffenen meist, diese krankhaften Bewegungen zu verbergen, indem sie sie in willkürliche Bewegungsabläufe einbauen: So können sich Menschen mit der Huntington-Krankheit zum Beispiel nach dem unwillkürlichen Herausstrecken der Zunge über die Lippen lecken oder sich nach einer plötzlichen Beugebewegung des Arms über das Haar streichen. Im weiteren Verlauf von Chorea Huntington steigern sich die neurologischen Symptome jedoch, sodass sie deutlich zutage treten: Die Betroffenen schneiden Grimassen oder schleudern Arme und Beine in die Höhe.

Bei seelischer und körperlicher Belastung verstärken sich die neurologischen Symptome. Im Schlaf bleiben die unkontrollierten Bewegungen hingegen aus. Allerdings nehmen die neurologischen Symptome der Huntington-Krankheit vor dem Einschlafen eher zu, denn: Bei Ermüdung ist die Muskelspannung erhöht.

Im fortgeschrittenen Stadium von Chorea Huntington sind schwerwiegendere neurologische Symptome möglich: So können Sprechen und Schlucken zunehmend schwerer fallen (Dysarthrophonie und Dysphagie). Auch kann es passieren, dass die Gliedmaßen minuten- bis stundenlang in einer schmerzhaften Fehlstellung verharren. Statt zu grimassieren, sind Menschen mit fortgeschrittener Huntington-Krankheit oft nicht mehr in der Lage, durch Mimik, Gestik und Sprache zu reagieren (Mutismus). Die Beschwerden beim Schlucken und Atmen verstärken sich immer mehr und können zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.






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