Chondrokalzinose (Pseudogicht): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Januar 2016)

Eine Chondrokalzinose (Pseudogicht) kann lange Zeit ohne spürbare Symptome verlaufen. Die ersten Beschwerden treten häufig erst dann auf, wenn die Gelenkerkrankung fortgeschritten ist – wenn also die in den Gelenken abgelagerten Kristalle (ein als Kristallarthropathie bezeichneter Vorgang) den Knorpel zerstört haben beziehungsweise aus dem Knorpel freigesetzt werden.

Die von der Chondrokalzinose verursachten Symptome fallen sehr unterschiedlich aus, wobei man vier Typen unterscheiden kann:

  • Plötzlich auftretende Entzündung eines oder weniger Gelenke:
    Die hierfür typischen Symptome sind plötzliche Schmerzen und eine Schwellung in einem Gelenk, wobei besonders häufig die Gelenke von Knie und Hand betroffen sind. Diese sogenannten Pseudogichtanfälle äußern sich zwar so ähnlich wie ein akuter Gichtanfall: Daraus leitet sich auch die Bezeichnung Pseudogicht für die Chondrokalzinose ab (griech. pseudo = falsch). Die Gicht löst jedoch stärkere Beschwerden aus als die Pseudogicht.
    Nach einem Tag bis vier Wochen klingt ein akuter Pseudogichtanfall wieder ab. Die Symptome können sich nach einer längeren beschwerdefreien Zeit allerdings wiederholen.
  • Relativ plötzlich, wiederholt auftretende, entzündliche Erkrankung mehrerer Gelenke:
    Hierbei entwickeln sich die mit der Pseudogicht einhergehenden Symptome der Gelenkentzündung etwas langsamer, aber schubweise, wobei ein Schub mehrere Wochen bis Monate andauert.
  • Chronische Gelenkschmerzen:
    Die Chondrokalzinose führt zu bleibenden Schmerzen und zu einer Arthrose. Diese Zerstörung der Gelenke betrifft meist das Knie, aber auch andere Gelenke wie Schulter, Hüfte oder Handgelenk (einzeln oder gleichzeitig). Das Beschwerdebild tritt besonders häufig bei der erblich bedingten Form der Pseudogicht auf. Dann können sich auch hohes Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl entwickeln.
  • Kalziumpyrophosphat-Ablagerungen außerhalb der Gelenke:
    Bei einer Chondrokalzinose können sich auch an Sehnen (z.B. Achillessehne), Bändern und Bandscheiben Kristalle aus Kalziumpyrophosphat ablagern.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst