Chondrokalzinose (Pseudogicht): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Januar 2016)

Bei der Chondrokalzinose (Pseudogicht) gelingt die Diagnose mithilfe einer Röntgenuntersuchung des betroffenen Gelenks und/oder durch den mikroskopischen Nachweis von Kristallablagerungen in den Gelenken (sog. Kristallarthropathie).

Die Kristallablagerungen bei der Chondrokalzinose betreffen vor allem die Knorpel der Knie-, Hand- und Hüftgelenke. Auf dem Röntgenbild sind sie typischerweise als feine streifige Verkalkungen des Gelenkknorpels zu sehen, die parallel zum Knochen verlaufen. Da die Pseudogicht oft keine Beschwerden verursacht, erfolgt ihre Diagnose meist zufällig durch einen solchen Röntgenbefund.

Um die Kristallablagerungen bei der Pseudogicht mikroskopisch nachzuweisen, ist eine Gelenkpunktion nötig: Hierbei gewinnt der Arzt mithilfe einer Nadel Gelenkflüssigkeit aus der Gelenkhöhle, um sie anschließend unter dem Mikroskop zu untersuchen. Sind dabei die für eine Chondrokalzinose typischen Kalziumpyrophosphatkristalle nachweisbar, ist die Diagnose zweifelsfrei bewiesen.

Ein Blutbild trägt bei einer Chondrokalzinose eher wenig zur Diagnose bei, da hier außer erhöhten Entzündungszeichen keine Veränderungen festzustellen sind – es sei denn, die Pseudogicht ist sekundär (also infolge einer Grunderkrankung) entstanden: Dann sind bei einer Blutuntersuchung möglicherweise entsprechende Abweichungen zu finden – zum Beispiel ...


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst