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Chlamydien: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2014)

Die verschiedenen Chlamydien-Arten werden auf unterschiedlichen Wegen übertragen. Entsprechend unterscheiden sich die Möglichkeiten, mit denen Sie einer Chlamydien-Infektion vorbeugen können.

Eine Infektion der Harnwege und Geschlechtsorgane durch Chlamydia trachomatis (Serotyp D-K) wird genauso wie das Lymphogranuloma venereum (Serotyp L1-L3) durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Sie können sich deshalb am besten schützen, indem Sie Kondome verwenden (auch bei Anal- oder Oralverkehr).

Liegt bei einer Schwangeren eine genitale Infektion mit Chlamydien (Chlamydia trachomatis) vor, besteht das Risiko, dass die Bakterien während des Geburtsvorgangs auf das Neugeborene übertragen werden. Aus diesem Grund ist ein Screening auf diese Bakterien für Schwangere in Deutschland Teil der Mutterschaftsvorsorge.

Zu Augeninfektionen (Trachom) durch Chlamydia trachomatis (Serotyp A-C) kommt es vor allem in Ländern, in denen der Bevölkerung durch schlechte Wasserversorgung nur eine mangelnde Körperhygiene möglich ist. Einem Trachom lässt sich dort deshalb in der Regel durch eine verbesserte Hygiene leicht vorbeugen.

Die Papageienkrankheit wird durch die Chlamydien-Art Chlamydophila psittaci hervorgerufen. Meist erkranken Menschen, die beruflich oder auch privat viel mit Vogelhaltung zu tun haben. Infektionsquelle ist hier insbesondere der getrocknete Vogelkotstaub. Achten Sie deshalb beim Reinigen von Vogelkäfigen darauf, möglichst wenig Staub einzuatmen.

Einer Atemwegsinfektion durch Chlamydophila pneumoniae können Sie nicht direkt vorbeugen. Allerdings können Sie indirekt versuchen, sich vor einer Infektion zu schützen, zum Beispiel indem Sie Ihr Immunsystem stärken: Vor allem eine gesunde, ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung und Schlaf helfen dabei.

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