Chagas-Krankheit (Südamerikanische Trypanosomiasis)

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Chagas-Krankheit

Chagas-Krankheit (Südamerikanische Trypanosomiasis): Diagnose

Stand: 3. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

In der akuten Phase der Chagas-Krankheit (amerikanische Trypanosomiasis) kann der Arzt die Diagnose stellen, indem er den Erreger (den Parasiten Trypanosoma cruzi) direkt im Blut nachweist. In seltenen Fällen finden sich die Trypanosomen auch in den Lymphknoten – hierzu ist eine Gewebeentnahme (Biopsie) nötig. Gelingt der direkte Nachweis des für die Chagas-Krankheit verantwortlichen Erregers nicht, ist es möglich, sie im Blutserum anzureichern.

Während der chronischen Phase der Chagas-Krankheit finden sich kaum oder gar keine Erreger im Blut. Daher kommen zur Diagnose andere Methoden zum Einsatz, zum Beispiel die sogenannte Xenodiagnose: Hierbei fixiert man im Labor gezüchtete Raubwanzen, in denen bisher keine Erreger der Chagas-Krankheit zu finden sind, auf der Haut, wo sie eine Blutmahlzeit nehmen können. Nach etwa vier Wochen prüft man dann den Verdauungstrakt der Raubwanzen auf den Erreger.

Um bei der Diagnose die Auswirkungen der Chagas-Krankheit im Gehirn zu untersuchen, ist eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) geeignet. Mithilfe einer Echokardiographie (EKG) ist feststellbar, ob sich die amerikanische Trypanosomiasis auf das Herz ausgewirkt hat.

Weiterlesen: Chagas-Krankheit (Südamerikanische Trypanosomiasis): Therapie

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