Burkitt-Lymphom: Ursachen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. März 2016)

Das Burkitt-Lymphom hat möglicherweise mehrere Ursachen – warum genau es entsteht, ist derzeit noch unklar. Je nach Form scheinen unterschiedliche Faktoren eine Rolle bei der Entstehung zu spielen.

Epstein-Barr-Virus

Personen mit einem Burkitt-Lymphom sind häufig auch mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert – insbesondere bei Menschen, die an dem vorwiegend in Afrika vorkommendem endemischen Burkitt-Lymphom leiden, weisen Ärzte es häufig nach.

Das Epstein-Barr-Virus wird mit Speichel und Rachensekreten ausgeschieden und durch engen Kontakt oder durch mit Speichel kontaminierte Gegenstände übertragen. Das Virus wird über die Schleimhäute aufgenommen und erreicht über lymphatische Organe die B-Lymphozyten, in denen es sich teilweise unter Zerstörung der Zellen vermehrt.

Das Epstein-Barr-Virus ist als Erreger des pfeifferschen Drüsenfiebers (Mononucleosis infectiosa) bekannt. Der genaue Zusammenhang zwischen dem Virus als mögliche Ursache und der Entstehung eines Burkitt-Lymphoms ist allerdings noch nicht geklärt.

Genetische Faktoren: Translokation

Viele Menschen mit Burkitt-Lymphom weisen sogenannte Translokationen auf, die als mögliche Ursache infrage kommen. Eine Translokation ist eine Schädigung der Chromosomen. Dabei sind Chromosomenabschnitte an eine andere Position eines Chromosoms verlagert. Beim Burkitt-Lymphom betrifft die Translokation unter anderem Veränderungen zwischen den Chromosomen 8 und 14.

Immunsystem

Defekte im Immunsystem, wie sie bei HIV-Infizierten oder auch bei Personen, die Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems (sog. Immunsupressiva) erhalten, vorkommen, scheinen ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung des Burkitt-Lymphoms zu spielen.


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