Burkitt-Lymphom: Therapie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. März 2016)

Das Burkitt-Lymphom erfordert eine schnelle Therapie, da es sich um einen aggressiv wachsenden, bösartigen Tumor handelt. Früh erkannt, kann man das Burkitt-Lymphom gut behandeln.

Bei der Wahl der Therapie ist besonders entscheidend, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Da das Burkitt-Lymphom meist nicht auf ein Organ beschränkt ist, sondern sich im ganzen Körper ausbreitet, kommt meist eine Chemotherapie zum Einsatz.

Je weniger sich das Burkitt-Lymphom im Körper ausgebreitet hat, desto besser sind die Aussichten auf komplette Heilung.

Chemotherapie

Nur eine frühzeitig begonnene Chemotherapie kann verhindern, dass sich das Burkitt-Lymphom weiter ausbreitet. Chemotherapeutika sind nicht in der Lage, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke in ausreichender Menge zu durchdringen. Dies ist dann ein Problem, wenn das Burkitt-Lymphom auch das Gehirn befallen hat. Um die Blut-Hirn-Schranke zu umgehen, injiziert der Arzt das Medikament daher direkt in den Liquorraum, der die Gehirnflüssigkeit enthält.

Das Bild zeigt eine Infusion. © Jupiterimages/Digital Vision

Die Chemotherapie ist eine häufige Behandlungsmethode bei einem Burkitt-Lymphom.

Strahlentherapie

Die Non-Hodgkin-Lymphome, zu denen das Burkitt-Lymphom gehört, sind strahlensensibel, sprechen also auf eine Strahlentherapie an. Je nachdem, wie weit sich die Krankheit im Körper ausgebreitet hat und wo sie lokalisiert ist, kann eine kombinierte Therapie aus Chemotherapie und Bestrahlung sinnvoll sein. Das Burkitt-Lymphom kann nicht ausschließlich mit einer Strahlentherapie behandelt werden, da es sich zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon weiter im Körper ausgebreitet hat und nicht mehr lokal begrenzt ist.


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