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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 14. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Burkitt-Lymphom erfordert eine schnelle Therapie, da es sich um einen aggressiv wachsenden, bösartigen Tumor handelt. Bei der Wahl der Therapie ist besonders entscheidend, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Da das Burkitt-Lymphom meist nicht auf ein Organ beschränkt ist, sondern sich im ganzen Körper ausbreitet, kommt häufig eine Chemotherapie zum Einsatz. Je weniger sich das Burkitt-Lymphom im Körper ausgebreitet hat, desto besser sind die Aussichten auf komplette Heilung.
Nur eine frühzeitig begonnene Chemotherapie kann verhindern, dass sich das Burkitt-Lymphom weiter ausbreitet. Chemotherapeutika sind nicht in der Lage, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke in ausreichender Menge zu durchdringen. Dies ist dann ein Problem, wenn das Burkitt-Lymphom auch das Gehirn befallen hat. Um die Blut-Hirn-Schranke zu umgehen, wird das Medikament daher direkt in den Liquorraum injiziert, der die Gehirnflüssigkeit enthält.
Die Non-Hodgkin-Lymphome, zu denen das Burkitt-Lymphom gehört, sind strahlensensibel, sprechen also auf eine Strahlentherapie an. Je nachdem, wie weit sich die Krankheit im Körper ausgebreitet hat und wo sie lokalisiert ist, kann eine kombinierte Therapie aus Chemotherapie und Bestrahlung sinnvoll sein. Das Burkitt-Lymphom kann nicht ausschließlich mittels Strahlentherapie behandelt werden, da es sich zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon weiter im Körper ausgebreitet hat und nicht mehr lokal begrenzt ist.
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