Burkitt-Lymphom: Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. März 2016)

Der Arzt fragt zunächst insbesondere nach aktuellen Beschwerden sowie nach der Vorgeschichte der Patienten (Anamnese). In der körperlichen Untersuchung tastet er alle erreichbaren Lymphknoten ab, um Anhaltspunkte für die Diagnose zu bekommen. Zudem bestimmt er die Größe von Leber und Milz, inspiziert den Nasen-Rachen-Raum und prüft die Hirnnerven.

Die inneren Organe untersucht der Arzt durch bildgebende Diagnoseverfahren wie zum Beispiel die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Zudem sucht er im Blut nach eventuell vorhandenen Viren (insbesondere dem Epstein-Barr-Virus) oder anderen Erregern und führt einen HIV-Test durch. Der sogenannte Laktat-Dehydrogenase-Spiegel (LDH) bei Burkitt-Lymphomen gibt Aufschluss über ein erhöhtes Wachstumsrisiko. Dies ist für die Optimierung der Therapie von Bedeutung. Laktat-Dehydrogenase ist ein Enzym, welches in vielen Organen in hoher Konzentration vorkommt.

Eine Ärztin macht sich Notizen. © Jupiterimages/iStockphoto

Mithilfe verschiedener Untersuchungen kann der Arzt herausfinden, ob tatsächlich ein Burkitt-Lymphom vorliegt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

Um die Diagnose zu sichern, muss der Arzt die Zellen (zytologische Untersuchung) sowie das Tumorgewebe (histologische Untersuchung) untersuchen. Zudem ist es wichtig, herauszufinden, in welchem Ausmaß sich das Lymphom bereits ausgebreitet hat (Staging) – denn danach richtet sich auch die anschließende Therapie.

Mithilfe einer Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquorpunktion) kann der Arzt prüfen, ob das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen ist. Zudem kann eine Knochenmarkuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob Knochenmark befallen ist.


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