Burkitt-Lymphom: Definition

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. März 2016)

Das Burkitt-Lymphom ist nach seinem Entdecker, dem englischen Tropenarzt Dr. Denis Burkitt, benannt. Es zählt zu den sogenannten Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL), die zur Gruppe der bösartigen (malignen) Lymphome gehören.

Ein malignes Lymphom ist ein bösartiger Tumor, der aus Zellen des lymphatischen Gewebes entstanden ist – den Lymphozyten.

Der Volksmund bezeichnet bösartige Lymphome heutzutage oft als Lymphdrüsenkrebs oder Lymphknotenkrebs.

Was ist das lymphatische System?

Das lymphatische System ist Teil der körpereigenen Immunabwehr. Zum lymphatischen System zählen alle Lymphbahnen und lymphatischen Organe des Körpers. Es erstreckt sich über den ganzen Körper. Zu den lymphatischen Organen zählen etwa die Lymphknoten, die Milz und die Mandeln.

Die Zellen des lymphatischen Gewebes nennt man Lymphozyten. Sie zählen zu den weißen Blutkörperchen. Es gibt zwei Gruppen von Lymphozyten, die B- und die T-Lymphozyten. Beide Gruppen erfüllen unterschiedliche Funktionen bei der Immunabwehr.

Man unterscheidet drei Formen des Burkitt-Lymphoms, die sich dadurch unterscheiden, dass sie bei verschiedenen Personengruppen auftreten:

  • endemisches Burkitt-Lymphom: Diese Form des Burkitt-Lymphoms tritt vor allem in Zentral- und Ostafrika auf und ist dort der häufigste bösartige Tumor bei Kindern. Unter dem endemischen Auftreten einer Erkrankung versteht man eine hohe Erkrankungshäufigkeit in bestimmten geographischen Regionen, welche offensichtlich an bestimmte Bedingungen gebunden ist.
  • sporadisches Burkitt-Lymphom: Das relativ seltene sporadische Burkitt-Lymphom tritt weltweit auf.
  • HIV-assoziiertes Burkitt-Lymphom: Das HIV-assoziierte Burkitt- Lymphom tritt bei Menschen mit HIV auf.

Das Burkitt-Lymphom ist ein sogenanntes B-Zell-Lymphom, da es aus B-Lymphozyten entsteht. B- und T-Lymphozyten sind weiße Blutkörperchen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind.

Häufigkeit

Menschen in Zentral- und Ostafrika sowie Personen mit HIV erkranken häufiger an einem Burkitt-Lymphom als andere Personen.

Das endemische Burkitt-Lymphom, das vor allem in Afrika vorkommt, entwickelt sich insbesondere in den ersten Lebensjahren, besonders um das sechste bis siebte Lebensjahr herum. Jungen erkranken etwa doppelt so häufig wie Mädchen. Das sporadische Burkitt-Lymphom ist wesentlich seltener. Von ihm sind Personen weltweit betroffen.


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