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Stand: 26. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Bulimie (Bulimia nervosa) es für die erfolgreiche Therapie wichtig, Strategien zur Problemlösung zu lernen. Da Ess- und Brechanfälle bei der Bulimie häufig nach Belastungssituationen auftreten, erhalten die Betroffenen Hilfe im Umgang mit solchen Situationen. So sollen sie bei der Behandlung der Bulimie andere Problemlösungsstrategien einüben, die ihnen den Umgang mit Stress und Problemen ermöglichen. Die gelingt zum Beispiel durch Erschaffen einer Situation, die gewöhnlich einen Essanfall auslöst. Dieser Anfall ist dann aber zu verhindern, und die Betroffenen können zur Problemlösung stattdessen ein anderes Bewältigungsverhalten (z.B. eine Entspannungsübung) ausführen.
Bei einer Bulimie (Bulimia nervosa) kann ein Teil der Therapie auch in einer Gestaltungstherapie bestehen. Die Mal- oder Musiktherapie soll den Betroffenen die Möglichkeit bieten, Gefühle und Konflikte auszudrücken, die sie nicht direkt mitteilen möchten oder können. Ein gemaltes Bild kann für Therapeuten einen wichtigen Zugang zu dem Erleben der Bulimie bedeuten.
Bei Bulimie (Bulimia nervosa) spielt die Therapie durch Medikamente eine untergeordnete Rolle. In manchen Fällen kommen zur Behandlung der Essstörung jedoch trizyklische oder serotonerge Antidepressiva und Monoaminoxidase-Hemmer zum Einsatz. Der Hauptgrund für eine medikamentöse Therapie bei der Bulimie ist eine depressive Symptomatik oder die Prophylaxe eines Rückfalls. Dabei führten bisher vor allem serotonerge Antidepressiva zu guten Ergebnissen.
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