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Bulimie (Bulimia nervosa): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. April 2014)

Die Bulimie (Bulimia nervosa) ist durch Symptome gekennzeichnet, die an ein Suchtverhalten erinnern: Typisch für die Essstörung sind wiederholt auftretenden Essanfälle, bei denen die Betroffenen in kurzer Zeit große Nahrungsmengen zu sich nehmen, ohne die Nahrungsaufnahme kontrollieren zu können. Meist sind dies kohlenhydrat- und kalorienreiche Speisen wie Gebäck, Schokolade, Kartoffelchips oder Pudding. Der Kalorienverbrauch kann bei einem solchen Essanfall bis zu 10.000 Kalorien betragen.

Die Essattacken treten in der Regel mehrmals wöchentlich, in einigen Fällen täglich auf – besonders oft abends und nachts. Damit ihr enormer Verbrauch an Nahrungsmitteln nicht auffällt, gehen die Betroffenen häufig in viele verschiedene Supermärkte, in denen sie jeweils nur eine kleine Menge einkaufen.

Gleichzeitig haben Menschen mit Bulimie große Angst vor einer Gewichtszunahme und beschäftigen sich andauernd und übertrieben mit ihrem Gewicht. Ihre Figur ist entscheidend für ihr Selbstwertgefühl. Ein häufiges Bulimie-Anzeichen ist die sogenannte Körperschemastörung: Die Betroffenen nehmen sich selbst als dicker wahr, als sie wirklich sind. Entsprechend erleben bulimische Menschen die nach der Essattacke befürchtete Gewichtszunahme als sehr bedrohlich und greifen zu Maßnahmen der Gewichtskontrolle: Dazu führen sie meist ein Erbrechen herbei (weshalb die Bulimie auch als Ess-Brech-Sucht bekannt ist) oder nehmen große Mengen harntreibender Medikamente oder Abführmittel ein.

Als weitere Maßnahmen zur Gewichtssenkung machen Bulimiker häufig Diäten, fasten, vermeiden kalorienreiche Lebensmittel und treiben übermäßig viel Sport. Diese typischen Bulimie-Symptome – Fressattacken und Maßnahmen, die verhindern, dass die Betroffenen zunehmen – treten oft mehrmals pro Woche auf.






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