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BSE (Rinderwahn)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

© Jupiterimages/Digital Vision

Die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) – auch Rinderwahnsinn genannt – ist eine Erkrankung des Nervensystems, die bei Rindern auftritt. Verursacher von BSE sind Prionen: fehlgeformte Eiweiße, die im Gehirn schwere Schäden verursachen.

Ihren Ursprung hat BSE in der Traberkrankheit (Scrapie), einer Prionenerkrankung bei Schafen und Ziegen. Experten gehen davon aus, dass sich die Erkrankung durch die Verfütterung von Tiermehl an Rinder verbreitet hat. Möglicherweise können infizierte Kühe BSE bereits im Mutterleib auf ihre ungeborenen Kälber übertragen.

BSE tritt bei in der Regel bei Rindern im Alter zwischen vier bis fünf Jahren auf. Symptome sind vor allem Verhaltensstörungen. Bislang gibt es keine wirksame Therapie gegen Rinderwahnsinn: Ist die Erkrankung einmal ausgebrochen, führt sie innerhalb weniger Wochen bis Monate zum Tod. Der Tierarzt kann die Erkrankung mithilfe eines BSE-Schnelltests diagnostizieren, dieser ist jedoch nur am toten Tier durchführbar. Mit Blut- und Nervenwasseruntersuchungen kann der Tierarzt aber Infektionskrankheiten ausschließen, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden.

Während der BSE-Epidemie Ende der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre sind in der Europäischen Union mehr als 185.000 Rinder erkrankt, die meisten in Großbritannien. Es ist davon auszugehen, dass wesentlich mehr Rinder infiziert waren. Im Jahr 2014 lagen die BSE-Zahlen weltweit nur noch bei 0 bis 2 Fällen.

Gelangen Prionen über den Verzehr von infiziertem Rindfleisch in den Menschen, kann die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entstehen, die vCJK. Weltweit ist die Zahl bekannter vCJK-Fälle mit 219 sehr gering. Allerdings gehen Experten auch bei vCJK davon aus, dass es mehr Erregerträger gibt als vermutet (ca. 1 von 2.000 Einwohnern in Großbritannien). Wie BSE ist auch vCJK nicht heilbar. Zahlreiche Verbraucherschutzmaßnahmen sollen aber verhindern, dass sich Menschen mit den BSE-erregenden Prionen anstecken. So ist beispielsweise das sogenannte Rinder-Separatorenfleisch, das Nervenfasern und Knochenteile enthalten kann, als Zutat für Lebensmittel nicht mehr erlaubt. Bei Rindfleisch und Rindfleischprodukten muss außerdem gekennzeichnet werden, woher das Rind stammt und wo es geschlachtet wurde.

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