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BSE (Rinderwahn): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Bei BSE (Rinderwahnsinn) ist eine sichere Diagnose erst nach dem Tod des Tieres möglich. Der Tierarzt kann die Erkrankung feststellen, indem er das Gehirngewebe mikroskopisch untersucht. Die erste Veränderung ist die sogenannte Astrogliose, bei der die Stützzellen des Gehirns (Astrozyten) anschwellen und absterben. Auf diese Weise entstehen Löcher im Gehirngewebe, die an einen Schwamm erinnern. Darunter leiden auch die Nervenzellen und ihre Verbindung untereinander, sie sterben in der Folge ebenfalls ab. Gewebeuntersuchungen weisen außerdem die für BSE charakteristischen Prionen (PrPSc) nach.

Zu Lebzeiten des Tiers kann der Tierarzt die BSE-Diagnose nicht eindeutig stellen. Allerdings kann er Infektionskrankheiten, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden, durch eine Blutuntersuchung und die Untersuchung von Nervenwasser (Liquor), das er bei einer Liquorpunktion entnimmt, ausschließen.

BSE-Schnelltest

Seit einigen Jahren gibt es einen BSE-Schnelltest, den Tierärzte bei allen notgeschlachteten Rindern und Schlachttieren, die älter als 96 Monate sind, einsetzen. Dazu entnimmt der Arzt etwas Gewebe aus dem Gehirnstamm. Das Ergebnis des Tests liegt innerhalb weniger Tage vor.



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