Brustzysten: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Bei Verdacht auf Brustzysten wird der Frauenarzt die Brust genauer untersuchen. Ab einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter kann er die Gewebekapseln ertasten. Mittels Ultraschall (Sonographie) lassen sich Größe, Wanddicke und Lage der Brustzysten feststellen. Um andere Erkrankungen – insbesondere bösartige Tumoren – auszuschließen, folgt meist eine Röntgebuntersuchung der Brust, die Mammographie.

Manchmal kann es erforderlich sein, dass der Arzt die Beschaffenheit der Brustzysten genauer untersucht. Dazu sticht er mit einer feinen Kanüle in die Zyste und entnimmt etwas von ihrem Inhalt. Dabei kontrolliert er mit dem Ultraschallgerät, dass er die Brustzyste mit der Nadel getroffen hat. Die gewonnene Flüssigkeit wird anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Bei unklaren Befunden kann der Arzt die Zystenwand mithilfe der sogenannten Pneumozystographie beurteilen. Dabei saugt er zunächst die Flüssigkeit aus der Brustzyste ab. Anschließend spritzt er Luft in die Zyste ein. Danach röntgt der Arzt die Brust. Auf dem Röntgenbild kann er dann die Brustzyste als rundlichen, hellen Fleck erkennen. Die Pneumozystographie wird allerdings nur noch relativ selten eingesetzt.

Reichen diese Untersuchungen zur genauen Diagnose nicht aus, entnimmt der Arzt die gesamte Zyste und lässt sie feingeweblich untersuchen. So kann er ausschließen, dass es sich um einen bösartigen Tumor (Brustkrebs) handelt.


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