Brustzysten: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Eine Zyste ist eine von einer Kapsel umgebene, sackartige Geschwulst, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Der Begriff Zyste sagt zunächst nichts darüber aus, ob es sich um gut- oder bösartige Veränderungen handelt. Zysten können überall im Körper vorkommen, so auch in der Brust als Brustzysten.

Meist handelt es sich bei Brustzysten um gutartige Gewebeveränderungen, die nur in Einzelfällen oder bei bestimmten Krankheitsbildern bösartig entarten.

Sind mehrere Zysten in einer Brust oder auch in  beiden Brüsten vorhanden, spricht dies in der Regel für eine sogenannte zystische Mastopathie, eine gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes. Auch kann sich in Zysten ein gutartiger Tumor (Papillom) befinden.

Anatomie

Die weibliche Brust besteht aus dem Brustdrüsenkörper, der Brustwarze und dem Warzenhof. Die Brustdrüse besteht aus etwa 15 Einzeldrüsen, Bindegewebe und individuell unterschiedlich viel Fettgewebe. Jede Einzeldrüse besteht aus mehreren Drüsenläppchen (Lobuli), die durch ein Mantelgewebe voneinander abgegrenzt sind.

Die Anatomie eines Drüsenläppchens ähnelt einer winzig kleinen Weintraube. Die einzelnen Trauben bestehen dabei aus kleinen Bläschen, den Alveolen. Die "Stiele" sind die ableitenden Milchgänge. Ein Milchgangsystem verbindet die Alveolen eines Drüsenläppchens wiederum traubenförmig miteinander. Die kleinen Milchgänge münden in einen Hauptmilchgang. Etwa 15 Ausführungsgänge münden in die Brustwarze (Mamille). Die Brustwarze ist, wie auch der Brustwarzenhof (Areola mammae), dunkler pigmentiert. Im Warzenhof liegen viele Talgdrüsen, die (Montgomery-Drüsen. Muskelgewebe in der Brustwarze ermöglicht, dass sich die Warze aufrichten kann.

Die Brustdrüse unterliegt sämtlichen hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft, der Stillzeit bis hin zur Menopause, sogar bis ins hohe Alter.


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