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Brustschmerzen (Mastodynie, Mastalgie)

Brustschmerzen (Mastodynie, Mastalgie): Ursachen

Stand: 28. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für Brustschmerzen sind die Ursachen vielfältig und können in zyklusabhängige und zyklusunabhängige Ursachen unterteilt werden.

Zyklusabhängige Brustschmerzen

Bei zyklusabhängigen Brustschmerzen sind Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus die Ursachen der Beschwerden. Sie treten oft im Rahmen eines prämenstruellen Syndroms auf. Während der zweiten Zyklushälfte wird die Brust etwas größer – dadurch spannen die Brüste bei etwa jeder zweiten Frau. Meist beginnen die zyklusabhängigen Brustschmerzen etwa eine Woche vor der Menstruation. Zyklische Brustschmerzen (Mastodynie) treten auch bei einer gutartigen Brustdrüsenveränderung (Mastopathie) auf. Die Mastodynie ist Teil der typischen Symptomatik einer Mastopathie, die vor allem bei Frauen in oder nach den Wechseljahren auftritt. Dabei scheint ein Mangel bestimmter weiblicher Geschlechtshormone, der Gelbkörperhormone (Gestagene), eine wichtige Rolle zu spielen. Andererseits führt die durch Östrogen bedingte Wassereinlagerung im Brustgewebe zu einem Spannungs- und Schweregefühl in den Brüsten.

Weitere hormonelle Ursachen, die zu Brustschmerzen führen können, ist beispielsweise eine vermehrte Ausschüttung des für die Milchbildung zuständigen Hormons Prolaktin im Gehirn (Hyperprolaktinämie). Zyklusabhängige Brustschmerzen können auch auftreten, wenn die Reifung der Eizellen im Eierstock beeinträchtigt ist, weil bestimmte Hormone nicht ausreichend gebildet werden. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer Corpus-luteum-Insuffizienz.

Zyklusunabhängige Brustschmerzen

Es gibt für Brustschmerzen, die sich nicht nach dem Zyklus richten (Mastalgie), viele allgemeine, aber auch einige sehr spezielle Ursachen. Dazu gehören etwa Wirbelsäulenprobleme oder eine Entzündung des Brustfells (Pleuritis). Auch äußere Gewalteinwirkung oder Schmerzen durch Herzerkrankungen können als Brustschmerzen in Erscheinung treten.

Brustkrebs (Mammakarzinom) kommt ebenfalls als Brustschmerz-Ursache infrage. Außerdem kann eine Reizung der Nerven, die sich zwischen den Rippen befinden (Interkostalneuralgie), zu Brustschmerzen führen. Neben Nervenentzündungen gibt es zwei weitere wesentliche Ursachen für Brustschmerzen: das Tietze-Syndrom und das Mondor-Syndrom.

Das Tietze-Syndrom ist eine schmerzhafte, entzündliche Verdickung der Rippenknorpel am Brustbeinansatz. Besonders betroffen sind die Ansätze der zweiten und dritten Rippe. Der Schmerz strahlt in den Bereich der Brust aus. Die Ursache ist noch unklar.

Das Mondor-Syndrom beschreibt die Entzündung einer oberflächlichen Brustvene. Der thrombotische Verschluss der Vene ist sie als Verdickung gut tastbar. Manchmal kann man die Vene als bis zu 30 Zentimeter langen derben Strang tasten.

Außerdem kommen Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere ein Kropf, bei Brustschmerzen als Ursachen infrage.

Weiterlesen: Brustschmerzen (Mastodynie, Mastalgie): Symptome

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