Brustschmerzen (Mastodynie, Mastalgie): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Oktober 2013)

Bei Brustschmerzen richtet sich die Therapie nach der Ursache und nach der Stärke der Schmerzen. Da bei Frauen mit zyklusunabhängigen Brustschmerzen (Mastalgie) meist ein anderes Grundleiden die Schmerzen verursacht, sollte der Arzt hier die Grunderkrankung behandeln. Viele Betroffene mit zyklischen Beschwerden (Mastodynie) benötigen hingegen keine Behandlung.

Beeinträchtigen die Schmerzen die betroffene Frau jedoch stark, helfen häufig schon einfache Maßnahmen, beispielsweise das Tragen eines gut sitzenden Büstenhalters. Übergewicht kann Brustschmerzen fördern, weil das Fettgewebe Östrogene produziert. Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sollten sich deshalb gesund und fettarm ernähren, um abzunehmen beziehungsweise um schlank zu bleiben.

Liegt ein Gestagenmangel als Ursache der Brustschmerzen vor, umfasst die Therapie gestagenhaltige Gels, die auf die Brust aufgetragen werden. Diese können die Brustschmerzen lindern. Ebenso ist bei Brustschmerzen der Einsatz von gestagenbetonten Ovulationshemmern (Minipille) oder eine Therapie mit pflanzlichen Präparaten, die hormonähnliche Wirkstoffe enthalten (Phytohormontherapie), möglich.

Zyklische Brustschmerzen können wie eine Mastopathie behandelt werden. Sehr gute Erfolge wurden mit Prolaktinhemmern erzielt. Ebenso günstig wirkt eine dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron ähnliche Substanz, welche die Östrogenfreisetzung hemmt und so in den Hormonhaushalt eingreift. Während der Therapiedauer bleibt häufig die Periode aus, da die Reifung der Eizelle unterbrochen wird.

Antiöstrogene wirken ebenfalls, indem sie Östrogenrezeptoren an der Brustdrüsenzelle besetzen: Östrogen kann an diesen Zellen nicht mehr angreifen. Durch Östrogen bedingte Wassereinlagerungen im Brustgewebe und das damit verbundene Spannungs- und Schweregefühl lässt sich so mindern. Neben der antihormonellen Behandlung kommen auch entzündungshemmende Schmerzmittel bei Brustschmerzen zur Therapie infrage. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Therapie für Sie sinnvoll ist.


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