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Mammographie

Der Befund

Stand: 1. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

In den meisten Fällen ergibt die Aufnahme keinen verdächtigen Befund, und die Frau erhält – sollte sie beim letzten Mammographie-Screening nicht älter als 67 Jahre gewesen sein – nach zwei Jahren erneut eine Einladung zur Mammographie.

Wichtig: Während dieser zwei Jahre kann trotzdem Brustkrebs entstehen (sog. Intervallkrebs), sodass die Frau sehr wohl weiterhin auf Veränderungen an ihren Brüsten achten sollte. Zudem kommt es in seltenen Fällen vor, dass die Ärzte Brustkrebs in den Aufnahmen übersehen beziehungsweise dass der Krebs in den Aufnahmen schlicht nicht sichtbar war. Daher gilt: Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt – warten Sie nicht bis zur nächsten regulären Untersuchung!

Mitunter kommt es vor, dass die Ärzte auf den Aufnahmen etwas entdecken, das sie weiter abklären oder beobachten möchten. Liegt ein solcher verdächtiger oder unklarer Befund vor, erhält die Frau erneut eine Einladung und wird, wenn sie einverstanden ist, weiter untersucht, etwa durch nochmaliges Röntgen oder eine Ultraschalluntersuchung. In manchen Fällen kann nur die feingewebliche Untersuchung (Histologie) Auskunft darüber geben, ob der Befund gutartig oder bösartig ist. Hierzu entnimmt der Arzt in örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben aus der Brust (sog. Stanzbiopsie). Speziell geschulte Pathologen untersuchen das Gewebe unter dem Mikroskop und stellen die Diagnose.

Bei fünf von sechs Frauen, bei denen ein auffälliger Befund vorlag, stellt sich heraus, dass kein Grund zur Sorge besteht. Die Mammographie wird dann meist erst nach zwei Jahren wiederholt – also im gleichen Abstand wie nach einem unauffälligen Befund.

Manchmal stellt sich heraus, dass eine bösartige Veränderung, also Krebs oder ein direkter Vorläufer, vorliegt. Der Arzt der Screening-Einheit bespricht dann das weitere Vorgehen (Welche Therapie kommt infrage? Möchte die Frau behandelt werden?) mit der betroffenen Frau und informiert ihren Hausarzt oder Frauenarzt. Oft handelt es bei dem entdeckten Tumor um einen sehr begrenzten Krebs der Milchgänge, das sogenannte duktale Karzinoma in situ (Abkürzung: DCIS). Ein DCIS entwickelt sich nicht zwangsläufig zu einem gefährlichen Tumor weiter. Es sollte aber behandelt werden, da nicht vorhersagbar ist, ob es weiter wächst oder nicht.

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