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Hyperthermie

Stand: 23. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die Hyperthermie ist eine Behandlungsmethode, bei welcher man den Körper oder einzelne Körperareale bewusst überwärmt. Sie lässt sich begleitend zur Behandlung von bösartigen Tumoren einsetzen und ist ein wichtiger Bestandteil bestimmter Krebstherapien.

Das Wort Hyperthermie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Überwärmung (hyper = übermäßig; thermos = Wärme). Bei einer Hyperthermie-Behandlung führt der Arzt im gesamten Körper oder in bestimmten Körperarealen eine Temperatur über 40 Grad Celsius herbei und hält diese eine bestimmte Zeit lang aufrecht. Es gibt verschiedene Methoden, um eine Hyperthermie – also eine Überhitzung – im Körper zu erzeugen. So kann der Arzt zum Beispiel fieberauslösende Substanzen (Pyrogene) verabreichen, welche zur Erwärmung des gesamten Körpers führen (Fieber). Dieses Vorgehen spielt nur bei wenigen Krebstherapien eine Rolle oder ist in der Alternativmedizin als sogenannte Fiebertherapie bekannt.

Soll dagegen verändertes Gewebe, zum Beispiel Tumoren, gezielt zerstört werden, ist es möglich, Energie von außen zuzuführen – etwa in Form von Hitze, Mikrowellen, Laserlicht oder starken Magnetfeldern. Mit Hilfsmitteln wie Antennen, Nanopartikeln oder Glasfasern leitet der Arzt die erzeugte Wärme direkt in das betreffende Gewebe. Vorteil dieser Hyperthermie-Methoden ist, dass vor allem verändertes Gewebe erhitzt wird und weniger die gesunden umliegenden Zellen.

Befürworter der Hyperthermie-Therapie gehen davon aus, dass sich – je nach Methode – mit Hyperthermie bösartiges Krebsgewebe zerstören lässt und das Immunsystem angeregt wird. Die Methode befindet sich in der Krebstherapie noch in der Erprobung und findet derzeit vor allen Dingen in wissenschaftlichen Studien Anwendung. Bei einigen Krebsarten hat sich die Hyperthermie in Studien jedoch als wirksam erwiesen, beispielsweise bei Gebärmutterhalskrebs im frühen Stadium oder bei Metastasen (Tochtergeschwulste) des schwarzen Hautkrebses. Als alleinige Therapiemaßnahme bei Krebs ist die Hyperthermie allerdings nicht geeignet, sondern in Kombination mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie.

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