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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (29. Oktober 2013)

Bei Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Brustdrüse. In Deutschland erkranken jährlich rund 71.000 Frauen an Brustkrebs. In sehr seltenen Fällen bekommen auch Männer Brustkrebs.

Die Ursachen von Brustkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber einige Risikofaktoren, die begünstigen, dass ein Mammakarzinom entsteht. Dazu gehören neben fortgeschrittenem Alter und bestimmten gutartigen Veränderungen der Brust (Mastopathie) ein ungesunder Lebensstil und hormonelle Einflüsse. Bekannte genetische Ursachen, also eine nachweisbare erbliche Veranlagung, spielt nur bei etwa 5 bis 10 von 100 Frauen mit Brustkrebs eine Rolle (sog. familiärer Brustkrebs).

Für die Brustkrebs-Früherkennung sind ab 30 Jahren Kontrollen beim Gynäkologen sowie ab 50 Jahren zweijährliche Röntgenaufnahmen der Brust (Mammographie) von Bedeutung. Denn: Je früher man ein Mammakarzinom erkennt, umso besser sind die Heilungschancen. Jede Frau sollte ausführliche Informationen erhalten, in welchem Verhältnis Kosten – hier im Sinne von unerwünschten Effekten – und Nutzen bei diesen Verfahreren zueinander stehen. Eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust kann allenfalls dazu beitragen, dass Frauen Veränderungen an ihrer Brust schneller wahrnehmen und einen Arzt aufsuchen.

Weitere Untersuchungen, um Brustkrebs festzustellen und die Diagnose zu sichern, sind Ultraschall (Sonographie), Biopsie (Gewebeprobeentnahme) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Brustkrebs: Video

Die wirksamste Therapie bei Brustkrebs ist eine Operation. Dank moderner Methoden wie der Strahlentherapie ist es heute in den meisten Fällen möglich, den Tumor in einer Operation gezielt zu entfernen und die Brust dabei weitgehend zu erhalten. Muss aufgrund einer fortgeschrittenen Erkrankung die ganze Brust entfernt werden, lässt sie sich anschließend meist gut wieder aufbauen, etwa mit eigenem Muskelgewebe oder Implantaten. Ärzte sprechen dabei von einer Brustrekonstruktion.

Weitere Therapie-Möglichkeiten bei einem Mammakarzinom, die die Operation ergänzen können, sind:

Welche Behandlung die richtige ist, hängt unter anderem davon ab, wie weit der Brustkrebs fortgeschritten ist und ob er bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat.

Da die genauen Ursachen von Brustkrebs noch nicht vollständig geklärt sind, können Sie einer Erkrankung nur bedingt vorbeugen, indem Sie bestimmte Risikofaktoren meiden. Zu den Mammakarzinom-Risikofaktoren, die sich beeinflussen lassen, gehören zum Beispiel:

Für Frauen, bei denen mehrere Fälle von Brustkrebs in der Familie vorgekommen sind, kann ein Gentest sinnvoll sein und weiteren Aufschluss über das individuelle Risiko geben. Allerdings gibt es bislang keine besondere Behandlung für Frauen mit genetisch bedingtem Brustkrebs. Sie können aber die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen schon in jüngerem Alter und häufiger beanspruchen.






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