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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Therapie des metastasierten Mammakarzinoms

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Von einem metastasierten Mammakarzinom (Brustkrebs) spricht man, wenn sich Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen, etwa in der Leber, den Knochen oder dem Gehirn, gebildet haben. Zytostatika sind moderne Substanzen, die das Zellwachstum – insbesondere die Zellteilung – verhindern oder verzögern. Mit diesen Substanzen, einer Hormontherapie und eventuell einer zusätzlichen Strahlentherapie ist es möglich, die Beschwerden durch Metastasen zu lindern und häufig auch deren Wachstum einzudämmen.

Immuntherapie/Antikörpertherapie

Die Immuntherapie, auch Antikörpertherapie genannt, nutzt künstlich hergestellte Abwehrstoffe des Immunsystems, um Krebszellen zu zerstören – sogenannte Antikörper. Bei ungefähr einem Viertel der Frauen mit Brustkrebs tragen die Tumoren spezielle Andockstellen – sogenannte HER2-Rezeptoren – auf der Zelloberfläche. Ist dies der Fall, kann eine Immuntherapie eine Behandlungsmöglichkeit sein. Ein spezieller Antikörper, der sich an die HER2-Rezeptoren bindet, unterbindet ihr weiteres Wachstum. Das Immunsystem wird aktiviert und kann die Tumorzellen angreifen.

Da der Antikörper sich gezielt gegen Krebszellen mit HER2-Merkmal richtet, vertragen die meisten Betroffenen die Immuntherapie gut. Zu Beginn der Behandlung treten teilweise grippeähnliche Beschwerden auf. Allerdings kann auch das Herz beeinträchtigt sein. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig die Herzfunktion zu kontrollieren. Ärzte wenden die Immuntherapie meist bei fortgeschrittenem Brustkrebs an – in der Regel in Kombination mit einer Chemotherapie. Die Behandlung kann bei Brustkrebs mit dem besonderen Rezeptor aber auch als adjuvante – also begleitende – Behandlung sinnvoll sein.

Bisphosphonate bei Knochenmetastasen

Tochtergeschwulste (Metastasen) betreffen bei Brustkrebs häufig die Knochen. Dadurch ist das natürliche Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau des Knochens gestört und der Knochen ist weniger stabil: Spontane (ohne äußere Einwirkung) Knochenbrüche können die Folge sein. Wird viel Knochensubstanz abgebaut, gelang viel Kalzium ins Blut – eine hohe Konzentration dieses Minerals im Blut kann sich auf den gesamten Stoffwechsel nachteilig auswirken, zum Beispiel auf die Funktion von Herz und Nieren. Bestimmte Medikamente, die Bisphosphonate, vermindern den Abbau des Knochens . Bisphosphonate erhalten Frauen mit Mammakarzinom und Knochenmetastasen als Tabletten (oral) oder als Infusionen über die Vene (intravenös).

Weiterlesen: Brustkrebs (Mammakarzinom): Verlauf

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