Krankhafte Brustdrüsen­sekretion: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Bei einer krankhaften Brustdrüsensekretion hängt der Verlauf von der jeweiligen Grunderkrankung ab. Eine Mastopathie hat meist eine gute Prognose. Das Risiko, in der Folge an Brustkrebs zu erkranken, ist nur bei bestimmten Formen der Brustveränderungen erhöht.

Eine akute Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kann sich von selbst zurückbilden. In einigen Fällen bilden sich Abszesse – vom gesunden Gewebe gut abgrenzbare Ansammlungen von Eiter. Befinden diese sich nahe hinter der Brustwarze, können sie sich gelegentlich von selbst nach außen oder in das Gangsystem entleeren. Größere Abszesse schneidet der Arzt ein, damit sie sich entleeren können, denn aus größeren Abszessen können sich sogenannte Fisteln bilden, wenn sie sich selbst entleeren. Fisteln sind Verbindungen zur Haut oder zum Milchgangsystem, die eine Eintrittspforte für Bakterien in das Brustgewebe darstellen. In einigen Fällen kann eine Brustentzündung während der Stillzeit (Mastitis puerperalis) in eine chronische Form übergehen, das heißt, dass sie immer wieder auftritt.

Ist Brustkrebs für die krankhafte Brustdrüsensekretion verantwortlich, richtet sich der Verlauf unter anderem nach der genauen Art des Tumors und seiner Behandlung. Je frühzeitiger Brustkrebs erkannt wird, desto besser ist im Allgemeinen die Prognose.


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