Krankhafte Brustdrüsen­sekretion: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Bei einer krankhaften Brustdrüsensekretion ist die Diagnose durch einen Arzt erforderlich. Zunächst erfasst der Mediziner die Krankengeschichte seines Patienten: Dazu fragt er zum Beispiel nach dem genauen Auftreten und der Dauer der Beschwerden. Außerdem sind für den Arzt Informationen zum Menstruationszyklus und einer möglichen Medikamenteneinnahme wichtig. Anschließend tastet der Arzt bei der körperlichen Untersuchung die Brust ab, wobei er darauf achtet, ob das Gewebe fühlbar verändert ist und Verhärtungen aufweist.

Bei einer krankhaften Brustdrüsensekretion sind zur genauen Diagnose Farbe und Konsistenz des Sekrets wichtig. Blutige oder wässrige Ausflüsse weisen dabei eher auf wuchernde Läsionen hin. Gelb- bis grünliche deuten ebenso wie braun- bis schwärzliche Sekrete eher auf Aufweitungen der Milchgänge (Milchgangsektasien) hin.

Das Sekret wird im Labor auf bösartige Zellen oder auf eventuell vorhandene Keime untersucht. Bei Verletzungen oder anderen Läsionen der Brust nimmt der Arzt gegebenenfalls einen Abstrich und lässt diesen ebenfalls auf abnorme Zellen und Keime untersuchen.

Illustration: Zahlenbeispiel zum Mammographie-Screening-Programm

Mithilfe der Mammographie kann der Arzt Veränderungen der Brust erkennen.

Bei krankhafter Brustdrüsensekretion setzt der Arzt zur Diagnose oftmals auch bildgebende Verfahren ein, etwa eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder eine Mammographie. Veränderungen der Brustdrüse kann er damit häufig genau orten, die genaue Ursache lässt sich damit aber meist nicht sicher beurteilen. Um die Milchgänge zu kontrollieren, eignet sich die sogenannte Galaktographie. Bei dieser betäubt der Arzt zunächst die Brustwarze und spritzt anschließend mithilfe eines dünnen Schlauchs ein Kontrastmittel in den Milchgang. Anschließend führt er eine Mammographie durch. Dadurch kann der Arzt den Verlauf der Milchgänge erkennen und feststellen, ob sie geweitet oder verschlossen sind.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst