Krankhafte Brustdrüsen­sekretion: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Die krankhafte Brustdrüsensekretion gehört zu den sezernierenden (= absondernden) Erkrankungen der Brustdrüse. Unter diesem Begriff fassen Ärzte Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustdrüse zusammen, welche außerhalb der Stillzeit auftreten. Das Sekret tritt entweder von selbst (spontan) oder bei leichtem Druck aus der Brustwarze aus.

Mediziner unterscheiden bei den sezernierenden Erkrankungen der Brustdrüse zwischen einer Milchabsonderung, der Galaktorrhoe, und der Absonderung anderer Sekrete (krankhafte Brustdrüsensekretion).

Unter dem Begriff der krankhaften Brustsekretion fassen Ärzte alle Sekretionen zusammen, die nicht milchig sind.

Anatomie

Die weibliche Brust ist eine Drüse. Sie setzt sich aus dem Brustdrüsenkörper, der Brustwarze (Mamille) und dem Warzenhof (Areola mammae) zusammen. Die Brustdrüse besteht aus 15 bis 20 Einzeldrüsen, Bindegewebe und individuell unterschiedlich viel Fettgewebe.

Schematische Darstellung einer Brust © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

Anatomie der weiblichen Brust

Jede Einzeldrüse besteht aus mehreren Drüsenläppchen (Lobuli), die durch ein Mantelgewebe voneinander abgegrenzt sind. Die Drüsenläppchen wiederum bestehen aus winzigen Bläschen, den sogenannten Alveolen, die traubenförmig über ein Milchgangsystem miteinander verbunden sind. Normalerweise sind die Alveolen flüssigkeitsleer und flach, während der Stillzeit wird in ihnen aber die Muttermilch produziert. Diese Milch fließt dann über die Milchgänge in einen Hauptmilchgang. Die einzelnen Hauptmilchgänge aus den Einzeldrüsen laufen strahlenförmig auf die Brustwarze zu und enden dort. Kurz vor der Mündung befindet sich eine Aufweitung (Sinus lactiferi), die in der Stillzeit als Milchreservoir dient. Die Hauptmilchgänge sind von Hautzellen ausgekleidet, was sie vor Keimen schützt, die sonst leicht in die Milchgänge einwandern und Entzündungen hervorrufen könnten.

Die Brustdrüse ist sämtlichen hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft und Stillzeit bis zur Menopause und sogar bis ins hohe Alter unterworfen.

Häufigkeit

Wie häufig eine krankhafte Brustdrüsensekretion statistisch gesehen vorkommt, ist nicht bekannt.


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