Anlagestörungen der Brust

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Februar 2016)

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Anlagestörungen der Brust sind angeborene gutartige Brustfehlbildungen. Solche Brustveränderungen können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und betreffen nicht nur die weibliche Brust.

Zu den Anlagestörungen der Brust gehören:

  • fehlende Brustwarzen (Athelie)
  • überzählige Brustwarzen (Polythelie)
  • fehlende Brüste (Amastie)
  • zusätzliche Brüste (Polymastie)
  • unterschiedlich große Brüste (Anisomastie)
  • für das Alter der Betroffenen zu große Brüste (Makromastie)
  • für das Alter der Betroffenen zu kleine Brüste (Mikromastie)
  • Hängebrüste als Zeichen einer allgemeinen Bindegewebsschwäche (Mastoptose)

Die Ursachen für Anlagestörungen der Brust sind verschieden: Oft sind die Fehlbildungen der Brust erblich oder hormonell bedingt; in manchen Fällen ist auch nicht erkennbar, warum es zu der Brustveränderung kommt.

Obwohl Anlagestörungen der Brust angeboren sind, zeigt sich die Brustfehlbildung in manchen Fällen erst mit der Pubertät. Demnach kann man die Brustanlagestörungen wie folgt einteilen:

  • in Anlagestörungen, die schon bei der Geburt – also vor der Pubertät – offenkundig sind (wie zusätzliche oder fehlende Brustwarzen), und
  • in Anlagestörungen, die erst in der Pubertät in Erscheinung treten (wie z.B. zusätzliche, zu große, zu kleine oder unterschiedlich große Brüste).

Insgesamt sind Anlagestörungen der Brust relativ selten. Überwiegend treten sie bei Frauen auf: Besonders häufig sind hier die Brüste unterschiedlich groß. Überzählige oder fehlende Brustwarzen können jedoch auch Männer betreffen.

Anlagestörungen der Brust sind weitgehend harmlos – eine Behandlung ist meist nicht notwendig. In Einzelfällen kann eine Fehlbildung der Brust allerdings aus kosmetischen Gründen seelisch stark belasten – dann ist es möglicherweise sinnvoll, sie durch eine Operation zu korrigieren. Eine Brust-OP ist außerdem ratsam, wenn die Brustfehlbildung mit einer Haltungsanomalie oder starken Rückenschmerzen und Nackenschmerzen einhergeht.

Schematische Darstellung einer Brust © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

normale Brust


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