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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 27. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die meisten Anlagestörungen der Brust haben keinen oder nur einen geringen Krankheitswert und nehmen einen entsprechend günstigen Verlauf.
Manche Anlagestörungen der Brust, zum Beispiel ein über 50-prozentiger Größenunterschied zwischen den Brüsten (Anisomastie) oder beidseitig zu große Brüste (Makromastie), können jedoch zu Haltungsanomalien oder zu starken Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen führen. Lassen die Betroffenen die Ursache für diese Beschwerden nicht operativ (durch ein- oder beidseitige Brustverkleinerung) beheben, kann die Brustfehlbildung im weiteren Verlauf einen Verschleiß im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule und somit eine Verschlimmerung der Beschwerden zur Folge haben.
Wenn durch Anlagestörungen der Brust zusätzliche Brustdrüsen im Bereich der Milchleiste auftreten (Polymastie), ist es ratsam, die Fehlbildung der Brust zu dokumentieren und eine Therapie in Erwägung zu ziehen. Der Grund hierfür ist, dass sich durch solche möglicherweise wachstumsbereiten embryonalen Gewebestrukturen gut- und bösartige Veränderungen bilden können.
Da Anlagestörungen der Brust angeborene Fehlentwicklungen sind, sind keine Maßnahmen zum Vorbeugen bekannt.
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