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BotulismusBotulismus: TherapieStand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Verdacht auf Botulismus muss umgehend eine intensivmedizinische Therapie begonnen werden. Die Behandlung umfasst die Giftelimination, also die Beseitigung des Botulinumtoxins aus dem Körper. Gleichzeitig verabreicht der Arzt ein Gegengift (Antitoxin). Außerdem erfolgt eine symptomatische Therapie, also die Behandlung der Beschwerden. GifteliminationDa das Botulinumtoxin mit den verdorbenen Speisen aufgenommen wird, steht an erster Stelle der Botulismus-Therapie der Versuch, das Toxin sowohl aus dem Magen als auch aus dem Darm zu beseitigen. Das Ziel besteht darin, eine weitere Aufnahme des Gifts aus dem Magen-Darm-Trakt in das Blut zu verhindern. Möglich ist dies durch eine Magenspülung, Einläufe und Abführmittel. AntitoxinDie eigentliche Behandlung des Botulismus besteht in der Gabe eines Gegengifts (Antitoxin). Dazu dient ein Antitoxin, das gegen die Botulinumtoxin-Typen A, B und E wirksam ist. Ist der Typ des Botulinumtoxins bekannt beziehungsweise bereits bestimmt worden, kann auch ein spezielles Antitoxin gegeben werden. Das Antitoxin stammt vom Pferd und kann seinerseits allergische Reaktionen, wie beispielsweise die Serumkrankheit, aber auch einen anaphylaktischen Schock, auslösen. Bevor das Antitoxin verabreicht wird, führt der Arzt zunächst einen Verträglichkeitstest durch, beispielsweise durch die Gabe einer kleinen Menge des Antitoxins unmittelbar unter die Haut. Kommt es zu keinerlei allergischer Reaktion, verabreicht er das Antitoxin direkt in die Vene. Da das Antitoxin nur im Blut befindliches und nicht schon an Gewebestrukturen gebundenes Botulinumtoxin unschädlich machen kann, muss das Antitoxin so rasch wie möglich nach Diagnosestellung verabreicht werden. Sind mehr als 24 Stunden nach Aufnahme des Botulinumtoxin vergangen, wirkt das Antitoxin nicht mehr. Weiterlesen: Botulismus: Therapie – Symptomatische Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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