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Botulismus

Botulismus: Definition

Stand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Botulismus ist eine lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung. Diese wird durch ein Gift ” das Botulinumtoxin ” verursacht. Die Bezeichnung Botulismus ist vom lateinischen Wort botulus abgeleitet, was so viel wie Wurst oder Darm bedeutet. Ein Toxin ist ein Giftstoff, der von Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakterien, aber auch von Pflanzen oder Tieren gebildet wird und nach einer bestimmten Inkubationszeit (Zeit bis Symptome auftreten) im Körper eine spezifische Wirkung zeigt.

Das Botulinumtoxin ist ein Nervengift, welches die neuromuskuläre Übertragung, also die Übertragung eines Nervensignals auf eine Muskelzelle, blockiert. Die Folge ist eine schlaffe Lähmung des betroffenen Muskels. Das Botulinumtoxin ist das stärkste natürliche Gift. Bereits kleinste Mengen sind für den Menschen tödlich.

Botulismus wurde erstmals 1820 von Justinus Kerner anlässlich einer Epidemie beschrieben, die durch den Verzehr von verunreinigter Wurst verursacht worden war. Erst 1897 gelang van Ermengen die Isolation des Botulinumtoxins.

Der Verdacht auf Botulismus, die Erkrankung und der Tod durch Botulismus sind laut Infektionsschutzgesetz in Deutschland meldepflichtig.

Weiterlesen: Botulismus: Definition – Häufigkeit

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