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BotulismusBotulismus: Definition(Stand: 30. März 2009) Unter Botulismus versteht man eine lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung, die durch das Gift Botulinumtoxin verursacht wird. Die Bezeichnung Botulismus ist von dem lateinischen Wort botulus abgeleitet, was soviel wie Wurst oder Darm bedeutet. Unter einem Toxin versteht man einen Giftstoff, der von Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakterien, aber auch von Pflanzen oder Tieren gebildet wird und nach einer bestimmten Inkubationszeit im Körper eine spezifische Wirkung zeigt. Das Botulinumtoxin ist ein Nervengift, welches die neuromuskuläre Übertragung, also die Übertragung eines Nervensignals auf eine Muskelzelle, blockiert. Die Folge ist eine schlaffe Lähmung des betroffenen Muskels. Das Botulinumtoxin gehört zu den stärksten bekannten Giften. Bereits 0,1 Mikrogramm (= 0,0001 mg) können für den Menschen tödlich sein. Botulismus wurde erstmals 1820 von Justinus Kerner anlässlich einer Epidemie beschrieben, die durch den Verzehr von verunreinigter Wurst verursacht worden war. Erst 1897 gelang van Ermengen die Isolation des Botulinumtoxins. Der Verdacht auf Botulismus, die Erkrankung und der Tod durch Botulismus sind laut Infektionsschutzgesetz in Deutschland meldepflichtig. Weiterlesen: Botulismus: Definition – Häufigkeit Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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