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Borreliose (Lyme-Borreliose)
Borreliose (Lyme-Borreliose)Borreliose (Lyme-Borreliose): DiagnoseStand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Borreliose (Lyme-Borreliose) kann der Arzt die Diagnose meist bereits stellen, wenn die Krankengeschichte und der Befund (z.B. Wanderröte oder akute Neuroborreliose) sehr typisch sind. Liegt lediglich ein Zeckenstich (auch: Zeckenbiss) vor und bestehen keine weiteren Beschwerden, ist eine Lyme-Borreliose sehr unwahrscheinlich. Bei einer Borreliose sind zu Beginn allgemeine Beschwerden wie Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen, Fieber oder Lymphknotenschwellungen zu erwarten. Zeckenstiche kommen sehr häufig vor und nur wenige davon führen zu einer Lyme-Borreliose. AntikörpernachweisDer Nachweis von Antikörpern im Blut zeigt, dass sich das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) mit den Erregern auseinandergesetzt hat. Bei einer Borrelien-Infektion liegen Antikörper gegen die Bakterienart Borrelia burgdorferi im Blut vor. Ob ein Betroffener auch an Lyme-Borreliose erkrankt ist, kann die Blutuntersuchung nicht zeigen. Eine Erkrankung besteht, wenn zusätzlich zu dem Laborergebnis typische Symptome wie die Wanderröte und allgemeine Beschwerden wie etwa Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen, Fieber oder Lymphknotenschwellungen vorhanden sind. Die Borreliose kann sehr vielgestaltig ablaufen #8211; dies erschwert es manchmal, sie als solche zu erkennen. Bei den Antikörpernachweisen gibt es die einfacheren Suchtests, wie den ELISA-Test (ELISA = Enzyme Linked Immunosorbent Assay), und die komplizierteren Bestätigungstests, wie den Immuno-Blot oder den Western-Blot. Die Bestätigungstests garantieren, dass ein Suchtest nicht falsch-positiv war. Das heißt, um eine aktuelle oder durchlaufende Borrelien-Infektion festzustellen, führt der Arzt bei einem positiven Suchtest am gleichen Tag einen Bestätigungstest durch. Damit geht er sicher, dass anfangs tatsächlich Antikörper gegen Borrelien nachgewiesen wurden. Neben dem Antikörpernachweis im Blut kann der Arzt nach Antikörpern im Hirnwasser (Liquor) suchen. Dies bietet sich an, wenn das Gehirn oder das Rückenmark von der Borreliose betroffen sind (Neuroborreliose). Besteht der Verdacht auf eine solche Neuroborreliose, entnimmt der Arzt daher Hirnwasser über eine Punktion (Liquorpunktion). Um die Flüssigkeit zu gewinnen, sticht der Arzt im Bereich der Lendenwirbelsäule zwischen zwei Wirbeln mit einer langen Nadel ein. Er schiebt diese Nadel vorsichtig soweit vor, bis er die Flüssigkeit erreicht, die das Rückenmark umgibt. Dort entnimmt er kleine Mengen des Hirnwassers. Weiterlesen: Borreliose (Lyme-Borreliose): Diagnose – Erregernachweis Das könnte Sie auch interessieren
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