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ACE-Hemmer

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

ACE-Hemmer (Wirkstoffe wie Enalapril, Lisinopril etc.) gelten derzeit als Basismedikamente zur Behandlung einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche). Sie entfalten ihre Wirkung, indem sie das sogenannte Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) blockieren. Langfristig senken ACE-Hemmer das Risiko für Herzinfarkte, krankhafte Herzvergrößerungen (Hypertrophie, Dilatation), Vorhofflimmern und Schlaganfälle. Betroffene mit einer Herzinsuffizienz fühlen sich etwa vier bis zehn Wochen nach Therapiebeginn besser. Sie haben weniger Atemnot und können sich körperlich wieder mehr belasten.

Vertragen Betroffene aufgrund eines Hustens keinen ACE-Hemmer ober bestehen Gegenanzeigen, kann der Arzt alternativ einen Angiotensin-II-Rezeptorblocker (auch als "Sartan" bezeichnet) verschreiben.

Betablocker

Betablocker (Wirkstoffe wie Carvedilol, Bisoprolol, Metoprolol etc.) hemmen die Ausschüttung von Stresshormonen und senken so die Herzfrequenz und den Widerstand in den arteriellen Blutgefäßen. Die Kontraktionskraft des Herzens nimmt zu und das Risiko für akutes Pumpversagen oder plötzlichen Herztod verringert sich. Vor allem zu Beginn der Therapie einer Herzinsuffizienz mit Betablockern können Nebenwirkungen auftreten. Die Dosierung der Medikamente sollte daher langsam erhöht werden, bis die endgültige Dosis erreicht ist (sog. einschleichende Therapie). Wird die Dosis zu schnell erhöht, kann sich die Herzinsuffizienz verschlechtern, der Blutdruck kann fallen oder es können sogenannte bradykarde Rhythmusstörungen mit langsamem Herzschlag auftreten. Die Symptome bessern sich nach circa zwei bis drei Monaten.

Weiterlesen: Herzinsuffizienz (Herzschwäche): Therapie – Diuretika (entwässernde Medikamente)

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