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Stand: 19. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) ist eine Volkskrankheit. Fast jeder vierte Deutsche ist betroffen – oft, ohne es zu wissen: Denn Bluthochdruck macht zu Beginn meist keine Beschwerden. Zu hohe Blutdruckwerte schaden jedoch dem Körper. Die gute Nachricht: Jeder kann eine Menge tun, um seinen Blutdruck zu senken und so Erkrankungen vorzubeugen!

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Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Arterien – den Blutgefäßen, die das Blut vom Herzen weg befördern – deutlich erhöht. Diesen vom Herzschlag und den Gefäßwänden erzeugten Druck gibt man anhand zweier Werte in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) an. Hoher Blutdruck besteht, wenn Werte von mindestens 140 zu 90 mmHg vorliegen.
In 90 Prozent der Fälle kann der Arzt keine Ursachen für den Bluthochdruck feststellen. In diesem Fall liegt eine sogenannte primäre oder essentielle Hypertonie vor. Bei den übrigen 10 Prozent entsteht hoher Blutdruck als Folge einer anderen Erkrankung (z.B. der Nieren oder des Hormonsystems) oder durch Medikamente. Diese Form von Bluthochdruck nennen Mediziner auch sekundäre Hypertonie.
Die meisten Menschen mit Bluthochdruck haben jahre- bis jahrzehntelang keine Symptome. Dies birgt die Gefahr, dass die Hypertonie überhaupt nicht entdeckt wird und keine Therapie erfolgt. In dieser Zeit richtet der hohe Blutdruck im Körper oft Schaden an.
Die Möglichkeiten, einen Bluthochdruck zu behandeln, sind vielfältig und richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall. Ein gesunder Lebensstil ist dabei besonders wichtig und die unverzichtbare Grundlage der Therapie von Bluthochdruck. Wer beispielsweise auf eine salzarme Ernährung achtet, sich viel bewegt und Übergewicht abbaut, kann seinen Blutdruck dauerhaft senken. Außerdem ist es bei Bluthochdruck ratsam, keine oder nur wenig Alkohol zu trinken und das Rauchen aufzugeben oder zumindest einzuschränken und Stress zu verringern. Darüber hinaus tragen unterschiedliche Medikamente dazu bei, die Werte bei einer Hypertonie zu normalisieren. Beispiele sind Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und Kalziumkanalblocker.
| Dauerhaft zu hoher Blutdruck kann Herz, Blutgefäße, Gehirn, Augen und Nieren schädigen. Diese Schäden wiederum können Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Daher ist es besonders wichtig, Bluthochdruck rechtzeitig zu behandeln. |
Wer es schafft, seinen Blutdruck auf normale Werte zu senken, fördert seine Gesundheit. Es lohnt sich, früh damit zu beginnen!
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