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Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie)

Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie): Diagnose

(Stand: 30. Januar 2009)

Um bei Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) eine Diagnose stellen zu können ist es wichtig, den Blutdruck zunächst zu messen. Dies ermöglicht es dem Arzt, den Bluthochdruck überhaupt festzustellen und in der Zusammenschau mit anderen Befunden zu beurteilen, welche Therapie infrage kommt. Ein Bluthochdruck gilt als bestätigt, wenn eine mindestens zweimalige Messung an zwei verschiedenen Tagen erhöhte Blutdruckwerte zeigt ( > 140/90 mmHg). Dabei misst der Arzt die Werte des Betroffenen in sitzender Position nach fünfminütiger Ruhe. Bei der ersten Messung muss man an beiden Armen und Beinen messen, um Veränderungen an den Gefäßen auszuschließen (wie zum Beispiel eine Verengung der Hauptschlagader).

Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Arzt die Krankengeschichte und die genauen Lebensumstände und -gewohnheiten der Person kennt. So wird er zum Beispiel wissen wollen, ob die Person an bestimmten Vorerkrankungen leidet, die mit einem Bluthochdruck in Zusammenhang stehen könnten oder das Risiko für spätere Organschäden erhöhen. Dies kann zum Beispiel Diabetes mellitus, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eine Nierenkrankheit sein. Aber auch Angaben zum Körpergewicht, zur sportlichen Betätigung, zu Ess- und Trinkgewohnheiten und zur Einnahme von Medikamenten können dabei helfen, eine Diagnose zu stellen.

Daneben kann man den Blutdruck über eine ambulante 24-Stunden-Messung, eine Belastungsmessung (Ergometrie) und vor allem durch die Selbstmessung überprüfen.

Blutdruck-Selbstmessung

Alle Menschen mit Bluthochdruck sollten zweimal täglich ihren Blutdruck selbst in Ruhe messen und in einen Blutdruckpass eintragen. Optimaler Zeitpunkt für diese Blutdruck-Selbstmessung ist morgens zwischen 6:00 und 9:00 Uhr und abends zwischen 18:00 und 21:00 Uhr, jeweils vor dem Essen und der Medikamenteneinnahme. Hat sich der Blutdruck durch die Therapie stabilisiert oder normalisiert, reichen seltenere Messungen aus (z. B. einmal pro Woche je zwei Messungen am Abend und zwei am Morgen). Die Werte beim selbst gemessenen Blutdruck sollten 135 zu 85 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) nicht überschreiten.

Zu empfehlen sind Geräte, mit denen der Blutdruck am Oberarm gemessen wird. Dabei sollte man darauf achten, dass das Gerät die offiziellen Genauigkeitskriterien (wie Prüfsiegel der Hochdruckliga) erfüllt. Die Größe der Blutdruckmanschette sollte sich nach dem Umfang des Oberarms richten. Wenn man bei dickeren Armen eine zu kleine Manschette auswählt, kann der tatsächliche Blutdruck niedriger sein als der gemessene.

Weiterlesen: Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie): Diagnose – Ergänzende Untersuchungen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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