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Blinddarmentzündung (Appendizitis)

Blinddarmentzündung: Verlauf

(Stand: 13. Januar 2009)

Eine Blinddarmentzündung (Appendizitis) nimmt in den meisten Fällen einen positiven Verlauf: Wenn die Erkrankten rechtzeitig behandelt werden, werden sie in der Regel wieder gesund.

Eine Blinddarmentzündung kann verschiedene Stadien durchlaufen, die zeitlich aufeinander folgen. Der Übergang in ein nächstfolgendes Stadium bedeutet, dass der Schweregrad der Erkrankung zunimmt.

Prognose

Die Prognose der Blinddarmentzündung ist davon abhängig, wie weit die Erkrankung bei Beginn der Therapie fortgeschritten ist und ob Komplikationen auftreten. Der Großteil der erkrankten Personen erholt sich jedoch wieder vollständig.

Komplikationen

Komplikationen einer Blinddarmentzündung können auftreten, wenn sich die Entzündung auf das umgebende Gewebe oder auf benachbarte Organe ausdehnt. Mögliche Komplikationen können sein:

  • Durchbruch des Wurmfortsatzes: Im weit fortgeschrittenen Stadium einer Blinddarmentzündung (gangränose Appendizitis) kann der Wurmfortsatz aufplatzen oder durchbrechen. Diesen Durchbruch nennt man auch Perforation. Anschließend greift die Entzündung entweder auf das Bauchfell über (Peritonitis) oder es bilden sich Eiteransammlungen (Abszesse).
  • Darmlähmung oder Darmverschluss: Als Reaktion auf die Blinddarmentzündung kann es in seltenen Fällen zu einer Lähmung des gesamten Darms (Darmparalyse) sowie zu einem Darmverschluss (Ileus) kommen.
  • Fistelbildung bei Menschen mit Morbus Crohn: Bei Personen, die unter Morbus Crohn leiden, kann eine weitere Komplikation auftreten. Morbus Crohn ist eine chronische, in Schüben verlaufende entzündliche Erkrankung des Verdauungstrakts. Durch eine Blinddarmentzündung beziehungsweise durch die Operation können sich bei an Morbus Crohn erkrankten Menschen Verbindungen zwischen Wurmfortsatz und anderen Darmabschnitten (sog. Fisteln) bilden. Daher sollte hier genau abgewägt werden, ob eine Operation notwendig ist.

Nur selten verläuft eine Blinddarmentzündung tödlich. Die Sterblichkeitsrate liegt unter 0,1 Prozent, das heißt, dass weniger als einer von tausend Erkrankten daran stirbt. Ist der Wurmfortsatz durchgebrochen und hat sich das Bauchfell entzündet, steigt das Risiko auf 6 bis 15 Prozent, wobei überwiegend ältere Menschen daran sterben. Um Komplikationen zu verhindern, ist es wichtig, bei ersten Symptomen frühzeitig den Arzt aufzusuchen.

Weiterlesen: Blinddarmentzündung: Vorbeugen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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