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Stand: 29. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist meist eine rasche Therapie erforderlich, um Komplikationen zu verhindern. Besteht der Verdacht auf eine Appendizitis, bleibt der Betroffene zunächst zur Beobachtung im Krankenhaus. Er darf in dieser Zeit nichts essen, da dies bei einer Vollnarkose zu Komplikationen führen kann und der Darm möglichst wenig arbeiten soll.
Erhärtet sich die Vermutung, dass eine Blinddarmentzündung vorliegt, besteht die Therapie der Wahl darin, den entzündeten Wurmfortsatzes operativ zu entfernen. Je früher der Arzt die Operation (Fachbegriff: Appendektomie) durchführt, umso wahrscheinlicher kann er Komplikationen vermeiden.
Die sogenannte offene Operation mit Bauchschnitt (Laparatomie) wird immer häufiger von der minimal-invasiven Operationsmethode abgelöst. Minimal-invasiv bedeutet, dass der Arzt den Bauch mithilfe eines speziellen Geräts, dem Endoskop, einsieht. Dieser Eingriff wird auch Laparoskopie genannt. Dabei führt der Chirurg die Operationsinstrumente durch drei winzige Schnitte in der Bauchdecke ein, man spricht deshalb auch von Schlüssellochchirurgie.
Der Eingriff ist mit kleineren Hautschnitten verbunden. Die klinischen Ergebnisse sind vergleichbar mit der offenen Operationsmethode. Eine laparoskopische Appendektomie ist jedoch kostenintensiver. Die Laparoskopie bietet den Vorteil, dass sie bei einer Blinddarmentzündung nicht nur zur Therapie, sondern auch zur Diagnose eingesetzt werden kann. Bei unklaren Fällen hilft sie den Verdacht zu bestätigen. Anschließend kann der Arzt den entzündeten Wurmfortsatz direkt entfernen.
Die Appendektomie per Schlüssellochchirurgie ist in der Regel nur im Frühstadium einer Appendizitis sinnvoll und geeignet. Bei einer fortgeschrittenen Entzündung entscheiden sich die behandelnden Ärzte vornehmlich für die offene Appendektomie.
Eine konservative Behandlung der akuten Appendizitis, bei der der Wurmfortsatz nicht entfernt wird, wird heutzutage nicht mehr durchgeführt.
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