Blepharitis (Lidrandentzündung)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (14. März 2017)

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Eine Blepharitis (Lidrandentzündung) tritt relativ häufig auf: Unter den Erkrankungen des Augenlides rangiert sie auf Platz zwei. Typische Symptome sind brennende, juckende und oft gerötete Augen sowie verklebte Lidränder beim Aufwachen.

Meist ist eine bakterielle Infektion mit Staphylokokken die Ursache einer Blepharitis. Neben einer bakteriellen Infektion gibt es jedoch auch verschiedene nicht-infektiöse Ursachen für eine Lidrandentzündung, wie zum Beispiel

  • eine ohnehin erhöhte Talgproduktion der Haut (Seborrhö) oder
  • eine Funktionsstörung der sog. Meibom-Drüsen, also der Talgdrüsen am Lidrand des Auges. Die Meibom-Drüsen produzieren dadurch zu wenig Talg.

Akute Infektionen heilen mit der richtigen Behandlung in der Regel innerhalb weniger Tage oder Wochen aus. Einige Betroffene entwickeln jedoch eine chronische Blepharitis, bei der die Lidrandentzündung immer wiederkehrt. Das kann unangenehm sein, mit der richtigen Behandlung lassen sich die Beschwerden jedoch lindern.

Blepharitis: Man sieht eine Frau mit entzündeten Augen. © Jupiterimages/iStockphoto

Eine Blepharitis äußert sich durch brennende, juckende und oft auch gerötete Augen. Morgens sind die Lidränder meist verklebt.

Bei einer Blepharitis gehört eine tägliche Lidrandhygiene mit zu den wichtigsten Therapie-Maßnahmen. Zur Lidrandhygiene gehören:

  • feuchtwarme Augenkompressen,
  • eine Lidrandmassage sowie
  • eine Lidrandreinigung.

Insbesondere Betroffene mit einer chronischen Blepharitis sollten die Lidrandhygiene in ihre tägliche Körperpflege mit einbauen – so kommt es seltener zu Rückfällen.

Verursachen Bakterien die Lidrandentzündung, kann eine Behandlung mit Antibiotika (meist in Form von Augensalben, manchmal auch als Tabletten) notwendig werden. Liegen der Blepharitis andere Erkrankungen zugrunde (wie etwa Herpes oder ein Filzlausbefall) müssen diese behandelt werden.

Auf lange Sicht sollte eine Blepharitis nicht unbehandelt bleiben, da auf Dauer Schäden am Auge entstehen können.