Blasensteine: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Blasensteine erfordern häufig keine besondere Therapie. Gerade kleinere Harnsteine (Urolithiasis) gehen meist von selbst mit dem Urin ab. Verschiedene Medikamente (wie sog. Alpharezeptorenblocker) können dabei unterstützend wirken. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Wenn die Harnsteine durch die ableitenden Harnwege wandern, können Schmerzen auftreten. Schmerzlindernde Wirkstoffe wie Pethidin oder Diclofenac können hier helfen.

Scheiden Betroffene die Blasensteine nicht von selbst aus – etwa weil die Harnsteine zu groß sind – gibt es verschiedene Therapie-Optionen. Kleine Blasensteine kann der Arzt im Rahmen einer Blasenspiegelung entfernen. Für dieses Therapie-Verfahren ist nur eine örtliche Betäubung nötig.

Fast alle Blasensteine werden heute aber ohne einen Eingriff durch die sogenannte extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) entfernt. Dabei zerstören Stoßwellen die Blasensteine, die kleinen Reste scheiden die Patienten mit dem Urin einfach aus. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, um die Blasensteine zu entfernen.

Es ist wichtig, dass der Arzt auch die Ursachen der Blasensteine durch die Therapie behebt. So kann er zum Beispiel Verengungen, die verhindern, dass der Urin richtig abfließt, beseitigen. Eine bestehende Entzündung der Harnblase oder der Harnwege behandelt der Arzt mit Antibiotika.


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