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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): UrsachenStand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Zahlreiche Faktoren können die Entstehung von Blasenkrebs (Blasenkarzinom; Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom) begünstigen – Ursachen sind: RauchenZigarettenkonsum ist der wesentliche Risikofaktor für Blasenkrebs; auch Passivrauchen erhöht das Risiko, daran zu erkranken. Je länger man raucht, desto höher ist das Risiko für ein Harnblasenkarzinom. Experten schätzen, dass 30 bis 70 Prozent aller Fälle von Harnblasenkarzinom auf Rauchen zurückzuführen sind. BerufsrisikenInsgesamt sind über 50 verschiedene chemische Substanzen als Auslöser von Blasenkrebs bekannt. Darunter auch chemische Stoffe (sog. aromatische Amine), die in der Gummi- oder Anilinindustrie verwendet wurden oder werden, wie etwa Beta-Naphthylamin oder Benzidin. Blasenkrebs wird bei chronischem Kontakt mit diesen und anderen aromatischen Aminen als Berufskrankheit anerkannt. EntzündungenEine chronische Harnblasenentzündung ist ein weiterer Risikofaktor für Blasenkrebs. Gefördert wird sie durch dauerhafte Harnwegsinfektionen, durch einen Dauerkatheter oder Blasensteine. Als Tumortyp entsteht in der Regel ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom. In tropischen Ländern ist die Bilharziose (auch Schistosomiasis genannt) einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Harnblasenkarzinom. Schistosomen sind Einzeller, die in Wasserschnecken leben. Bei Kontakt mit Wasser, in dem sich die Zwischenwirte (Wasserschnecken) aufhalten, können Schistosomenlarven in den Menschen eindringen. In manchen Landstrichen Afrikas sind nahezu alle Einwohner erkrankt, weil sie in verseuchten Flüssen oder Seen baden oder das verseuchte Wasser als Trinkwasser nutzen. Etwa 300 Millionen Menschen sind weltweit von Bilharziose betroffen. Besteht die Infektion über viele Jahre und erfolgt keine Therapie, tritt nicht selten Blasenkrebs als Spätfolge auf. Es handelt sich dann um Plattenepithelkarzinome. Tourismus verbreitet die Bilharziose auch in Europa. Bei Durchfall, blutigem Stuhl und rotem Harn nach einem Tropenaufenthalt sollte man an diese Erkrankung denken und einen Arzt aufsuchen. MedikamenteAuch Medikamente mit dem Wirkstoff Cyclophosphamid oder seit 1988 nicht mehr zugelassene Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Phenacetin können ein Blasenkarzinom verursachen. Weiterlesen: Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): Symptome Das könnte Sie auch interessieren
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