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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)ForumKrebs- erkrankungen
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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)Strahlentherapie und ChemotherapieStand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ist eine radikale Harnblasenentfernung bei Blasenkrebs (Blasenkarzinom, auch Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom genannt)nicht möglich oder lehnen die Betroffenen diese ab, können sie mit einer Strahlentherapie (Radiotherapie) behandelt werden. In der Regel kombiniert der Arzt die Bestrahlung mit einer Chemotherapie (sog. Radiochemotherapie). Zuvor sollte der Blasentumor möglichst im Zuge einer Blasenspiegelung (TUR) komplett entfernt worden sein. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass die Blase erhalten bleibt. Eine möglichst genaue Planung der Behandlung schont das umliegende, gesunde Gewebe – die Risiken einer Strahlenbehandlung sind gering. Sollte nach der Behandlung ein Tumorrest verbleiben oder der Blasenkrebs erneut auftreten, kann der Arzt in Rücksprache mit dem Betroffenen das weitere Vorgehen bestimmen und unter Umständen eine Blasenkrebs-Operation vorschlagen. Bei fortgeschrittenem Harnblasenkarzinom, das über die Muskelschicht hinaus gewachsen ist und in manchen Fällen bereits benachbarte Organe erreicht hat (sog. T3- und T4-Stadium), kann eine auf den gesamten Körper (systemisch) wirkende Chemotherapie angezeigt sein. Zwei Varianten kommen infrage – in beiden Fällen gelangen die Krebsmittel (Zytostatika), die bei der Chemotherapie zum Einsatz kommen, über den Blutstrom (mithilfe einer Infusion) zu den bösartigen Zellen im Gebiet der Blase oder den Organen, wo sich Tochtergeschwulste (Metastasen) befinden, und töten sie ab. Gibt der Arzt die Medikamente vor der Operation, spricht er von einer neoadjuvanten Chemotherapie. Ihr Ziel ist es, den Tumor zu verkleinern und damit die Operation zu vereinfachen oder überhaupt erst zu ermöglichen. Erfolgt die Therapie nach der Operation, heißt sie adjuvante Chemotherapie. Sie eignet sich bei bestimmten Tumorstadien (Lymphknotenbefall im Becken und/oder Tumorwachstum über die Blasenwand hinaus) und soll helfen, das Risiko für Tochtergeschwulste zu mindern. Die adjuvante Chemotherapie beginnt in der Regel innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Blasenkrebs-Operation. Sind bereits Fernmetastasen vorhanden (z.B. in Knochen, Leber oder ), ist die Chemotherapie oft die einzige Therapiemöglichkeit, um die Überlebenszeit zu verlängern und die Lebensqualität des Betroffenen zu bessern. Allerdings geht eine Chemotherapie mit Nebenwirkungen einher, die sich aber gut beherrschen lassen. Medikamente beziehungsweise Wirkstoffe, die dabei der Chemotherapie zur Anwendung kommen, sind unter anderem Cisplatin, Gemcitabin, Paclitaxel, Carboplatin, Methotrexat, Adriamycin und Epirubicin. Weiterlesen: Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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