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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)ForumKrebs- erkrankungen
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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): TherapieStand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Blasenkrebs (Blasenkarzinom, Harnblasenkrebs) hängt die Therapie maßgeblich von der Art, dem Sitz und dem Stadium des Tumors ab. Grundsätzlich lässt sich die Behandlung von oberflächlichen und weiter in das Gewebe wachsenden Tumoren (sog. infiltrierend oder invasiv wachsenden Tumoren) unterscheiden. Oberflächliche HarnblasenkarzinomeDie meisten Blasenkarzinome – etwa 70 Prozent – werden in einem sehr frühen, oberflächlichen Stadium entdeckt. Mediziner unterscheiden an der Schleimhaut der Harnblase (Urothel) zwei Formen der oberflächlichen Tumoren: papillenartige (papilläre) und flächenhafte Neubildungen. Entsprechend der international geltenden TNM-Klassifikation ergeben sich daraus folgende Bezeichnungen oder Stadien (wobei das "T" für "Tumorgröße" steht):
Der Krebs beschränkt sich bei den oberflächlichen Harnblasenkarzinomen auf die innerste Schicht der Blasenwand, er dringt nicht bis zu der unter der Schleimhaut und dem Bindegewebe gelegenen Muskulatur vor. Bei diesem Blasenkrebs-Stadium genügt als Therapie eine relativ kleine, sehr schonende endoskopische Operation, die im Rahmen einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) in Narkose erfolgt: die sogenannte transurethrale Resektion (TUR). Transurethral bedeutet: durch die Harnröhre ("trans" = durch, "Urethra" = Harnröhre). Bei der TUR führt der Urologe ein starres Rohr vorsichtig über die Harnröhre in die Harnblase ein. Durch das dünne Rohr kann er feine Operationsinstrumente wie eine stromführende Schlinge vorschieben. Mit deren Hilfe entfernt der Arzt auffälliges beziehungsweise erkranktes Gewebe, indem er den oberflächlichen Tumor schichtweise abträgt. Zudem entnimmt er Gewebeproben (Biopsien), die ein Pathologe unter anderem daraufhin untersucht, bis in welche Schicht der Tumor vorgedrungen ist. Bestimmte feingewebliche Befunde machen es nötig, dass in einem etwa ein- bis sechswöchigen Abstand zur ersten TUR ein zweiter Eingriff folgt, bei dem der Urologe erneut Gewebe entnimmt. Dies ermöglicht dem Arzt eventuell, während des ersten Eingriffs nicht entfernte bösartige Bereiche zu entdecken und zu entfernen. Um zu vermeiden, dass ein Blasenkrebs erneut auftritt, schließt der Arzt bei bestimmten Tumoren unmittelbar nach der TUR eine örtliche (sog. topische oder lokale) Chemotherapie an. Über einen Blasenkatheter bringt er Medikamente in die Harnblase ein, wo sie für kurze Zeit verbleiben. Diese sogenannte Instillationstherapie erfolgt mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Krebsmittel (Zytostatika) wie Adriamycin, Epirubicin oder Mitomycin. Die Medikamente wirken nur im Inneren der Blase, andere Organe betreffende Nebenwirkungen wie etwa Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall bleiben daher aus. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Immuntherapie mit dem Impfstoff BCG (Bacillus Calmette-Guérin), der wahrscheinlich die Immunabwehr in der Blase steigert. Im Falle eines sogenannten Carcinoma in situ, das definitionsgemäß nur die oberste Schicht der Schleimhaut betrifft, schließt sich immer eine solche Immuntherapie an die TUR an, da hier das Rückfallrisiko hoch ist. Sie erfolgt mit etwas Abstand zum ersten Eingriff und wiederholt sich dann wöchentlich für einige Zeit. Prinzipiell sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt (zu Beginn alle drei Monate) nach der Therapie oberflächlicher Blasentumoren sehr wichtig, da diese dazu neigen, erneut aufzutreten (sog. Rezidiv). Das könnte Sie auch interessieren
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