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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)ForumKrebs- erkrankungen
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Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom)Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): DiagnoseStand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Blasenkrebs (Blasenkarzinom) ergeben sich erste Hinweise auf die Diagnose aus der Krankengeschichte, der ärztlichen Tastuntersuchung der Nierengegend, des Unterbauchs und der inneren Geschlechtsorgane sowie einer Ultraschalluntersuchung der unteren Bauchregion, der Blase und der Nieren. Fachleute für Harnblasenkrebs sind Urologen. Wichtige Fragen des Urologen könnten im Rahmen der Blasenkrebs-Diagnose sein:
Mit einem Urin-Teststreifen lässt sich eine Blutbeimengung bestätigen. Die wichtigste Untersuchung bei Blasenkrebs ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Unter örtlicher Betäubung (Gleitmittel mit betäubender Wirkung) schiebt der Arzt vorsichtig einen dünnen, weichen und flexiblen Schlauch (Endoskop) durch die Harnröhre in die Harnblase vor. Die Untersuchung ist weitgehend schmerzfrei. Über in den Schlauch eingebaute optische Instrumente kann der Arzt die Schleimhaut der Harnblase Stück für Stück nach verdächtigen Stellen absuchen und bei Bedarf mit einer kleinen Zange Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. Ein Gewebespezialist (Pathologe) untersucht diese Proben dann unter dem Mikroskop. Bei der Blasenspiegelung kann der Arzt auch die Mündungen der beiden Harnleiter in die Harnblase sehen und erkennen, ob das Blut eventuell aus einem der beiden Harnleiter kommt, also an anderer Stelle oberhalb der Blase eine Blutungsquelle liegt. Eine mikroskopische Untersuchung des Harns auf bösartige Zellen, die sogenannte Urinzytologie, erfolgt dann, wenn die Blasenspiegelung den Verdacht auf eine Vorstufe eines oberflächlichen Tumors ergibt. Prinzipiell scheint diese Urinuntersuchung bei Tumoren, deren Zellen wenig Ähnlichkeit mit gesunden Zellen der Harnblase haben (sog. niedrig differenzierten Tumoren) eine höhere Treffsicherheit und Aussagekraft zu haben als bei solchen, deren Zellen dem Ursprungsgewebe stärker ähneln. Ergibt die Blasenspiegelung den Verdacht auf die Diagnose Blasenkrebs, schließt sich eine Röntgenuntersuchung der Harnwege mit Kontrastmittel an, die sogenannte Urographie. Das dabei entstehende Röntgenbild heißt Ausscheidungsurogramm und stellt die ableitenden Harnwege wie die Nierenbecken, die Harnleiter, die Harnblase und die Harnröhre dar. Zudem kommen in manchen Fällen als ergänzende Untersuchungen Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT) zum Einsatz. Sie ermöglichen es, die genaue Ausbreitung des Tumors im Beckenbereich zu beurteilen. Ist der Blasenkrebs weiter fortgeschritten und bereits in die Muskelschicht der Harnblase oder in benachbarte Organe eingewachsen, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass er Tochtergeschwulste (Blasenkrebs-Metastasen) bildet. Solche Metastasen finden sich dann vor allem in Lunge, Leber oder Skelett (Knochenmetastasen). Entsprechend dienen eine Röntgenuntersuchung der Lungen, eine Ultraschalluntersuchung der Leber und eine sogenannte Skelett- oder Knochenszintigraphie dem Zweck, ebensolche Tochtergeschwulste auszuschließen. Eine neue Technik, um ein Harnblasenkarzinom zu erkennen, ist die sogenannte Proteinmuster-Analyse. Diese Methode erfolgt bisher nicht routinemäßig. Die Proteinmuster-Analyse basiert darauf, dass sich Krankheiten auf die Konzentrationen bestimmter Eiweiße (Proteine) in Körperflüssigkeiten wie Urin auswirken – häufig lange bevor Symptome auftreten. Für jede Krankheit bildet sich damit ein charakteristisches Proteinmuster (sog. Pattern, engl. pattern = Muster). Ein Vorteil der Proteom-Pattern-Analyse liegt darin, dass sie im Gegensatz zu Bluttests und Biopsien vollkommen schmerzfrei ist und nicht mit Risiken einhergeht. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Proteinmuster-Analyse auch zur Bestimmung des Tumorstatus bei Blasenkrebs geeignet ist. Die Genauigkeit der Unterscheidung zwischen oberflächlichen und das Gewebe infiltrierenden Tumoren ist dabei hoch. Weiterlesen: Blasenkrebs (Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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