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Blasenentzündung (Zystitis)

Blasenentzündung (Zystitis): Verlauf

Stand: 20. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Blasenentzündung (Zystitis) nimmt meist einen gutartigen Verlauf: Rechtzeitig behandelt heilt sie innerhalb weniger Tage wieder aus. In 25 bis 42 Prozent verschwinden die Beschwerden einer unkomplizierten akuten Zystitis sogar von selbst; allerdings kann eine Antibiotik-Behandlung die Heilungsrate noch deutlich steigern und gleichzeitig die Erreger beseitigen, sodass es seltener zu erneuten Infektionen kommt.

Komplikationen

Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein, wobei sowohl andere Organe als auch die Blase selbst betroffen sein können:

So kann eine Blasenentzündung Komplikationen verursachen, indem die ursächlichen Bakterien von der Harnblase aus über die Harnleiter in andere Organe aufsteigen: Erreichen die Bakterien zum Beispiel die Nieren, können sie dort eine Nierenbeckenentzündung auslösen. Diese äußerst sich durch Fieber, Schüttelfrost und Beschwerden beim Wasserlassen. Außerdem kann es zu Rückenschmerzen im Bereich der Nieren kommen. Das Risiko, dass sich eine Blasenentzündung auf die oberen Harnwege ausbreitet, beträgt jedoch selbst ohne ausreichend wirksame Behandlung nur etwa zwei Prozent. In äußerst seltenen Fällen mit besonders schwerwiegendem Verlauf kann ein akutes Nierenversagen auftreten. Eine Blutvergiftung (Sepsis) kann ebenfalls die Folge einer Blasenentzündung sein.

Eine unkomplizierte Blasenentzündung, die sich nicht auf andere Organe ausbreitet, führt auch bei wiederkehrendem Verlauf in der Regel nicht zu schwerwiegenden Komplikationen. Wenn die Zystitis jedoch dauerhaft immer wieder auftritt und die ganze Wand der Blase betrifft, kann dies mit der Zeit das Organ schädigen: Das Gewebe der Blase kann durch die chronische Blasenentzündung absterben (sog. Nekrose) und verkalken beziehungsweise verhärten. Im weiteren Verlauf verkleinert sich die Harnblase (sog. Schrumpfblase). Nur in ganz schweren Fällen ist es nötig, die Harnblase durch eine Operation zu entfernen und den Harn dann künstlich abzuleiten.

Weiterlesen: Blasenentzündung (Zystitis): Vorbeugen

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