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Blasenentzündung (Zystitis)BlasenentzündungRisikofaktoren(Stand: 7. April 2009) Ist der Abfluss des Harns aus der Harnblase gestört, können Bakterien leichter eine Blasenentzündung (Zystitis) auslösen. Der Harn verweilt in diesen Fällen länger in der Harnblase und in den Harnleitern. Die Erreger haben mehr Zeit, sich anzusammeln und in der Blase eine Entzündung auszulösen. Verschiedene Ursachen können den Abfluss des Harns stören. Zu diesen gehören:
Außerdem können Schäden an den Nerven die Funktion der Blasenentleerung beeinträchtigen. In der Folge ist der Abfluss des Harns behindert. Solche Nervenschädigungen können bei Querschnittslähmungen oder als Folge einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) entstehen. Während einer fortgeschrittenen Schwangerschaft kann der Harn häufig nur noch relativ langsam durch die Harnwege abfließen. Die Folge: Der Harn staut sich an, Keime verbleiben länger in die Harnblase und erhöhen das Risiko einer Infektion. Weitere Risikofaktoren für eine bakterielle Blasenentzündung sind:
Einige Menschen bleiben von einer Blasenentzündung weitgehend verschont, weil bestimmte genetische Faktoren sie vor den entzündungsauslösenden Bakterien schützen. Ihnen fehlen spezielle Andockstellen (Rezeptoren) in den Schleimhäuten der Harnwege. Die Bakterien brauchen diese Rezeptoren, um über eine Art Haftmechanismus in die Schleimhäute zu gelangen und eine Entzündung auszulösen. Mediziner bezeichnen diese speziellen Rezeptoren als P-Blutgruppenantigene. Fehlen diese P-Blutgruppenantigene ist das für die Bakterien so, als sie würden sie versuchen, mit einem Schiff an einem Land ohne Hafen anzulegen. Weiterlesen: Blasenentzündung: Symptome Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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