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Blasenentzündung (Zystitis): Diagnose

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) erfolgt die Diagnose in erster Linie anhand der geschilderten Symptome und einer Urinuntersuchung.

Die Blasenentzündung ist – ebenso wie die Harnröhrenentzündung (Urethritis) – ein unterer Harnwegsinfekt: Die Harnblase bildet zusammen mit der Harnröhre die unteren Harnwege, während Harnleiter und Nieren den oberen Harntrakt ausmachen. Wenn die Symptome auf die unteren Harnwege beschränkt sind (z.B. Schmerzen beim Wasserlassen, starker Harndrang, häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen oder Schmerzen im Unterbauchbereich), ist bei der Diagnose davon auszugehen, dass eine untere Harnwegsinfektion vorliegt.

Bei der Urinuntersuchung ist bereits ein eitriger, blutiger oder faul riechender Urin ein deutlicher Hinweis auf eine Blasenentzündung. Wenn der Verdacht zutrifft, kann der Arzt bei der weiteren Diagnose in der Regel im Urin Folgendes feststellen:

Auch infolge einer Chemotherapie, einer Bestrahlung (sog. radiogene Zystitis) und einer Tuberkulose kann sich eine Blasenentzündung entwickeln. In diesen Fällen ist die Suche nach Bakterien im Urin für die Diagnose allerdings nicht hilfreich, da sich in der Frühphase der Infektion keine Bakterien im Urin finden.

Neben der Urinuntersuchung können bestimmte Blutwerte zur Diagnose einer Blasenentzündung beitragen. So ist die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) in der Regel erhöht. Zudem kann man eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen nachweisen. Dies deutet allgemein auf eine Entzündung hin.

Dauert eine Blasenentzündung länger an oder tritt sie wiederholt auf, ist zur weiteren Diagnose eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) geeignet, um andere Ursachen wie einen gutartigen oder eventuell bösartigen Blasentumor auszuschließen. Während der Spiegelung ist es zudem möglich, Gewebeproben zu entnehmen und diese untersuchen zu lassen (sog. Biopsie).

Eine Blasenentzündung kann auch als Folge einer Wurmerkrankung entstehen, die in den Tropen oder Subtropen weit verbreitet ist (sog. Schistosomiasis). In dem Fall erfolgt die Diagnose durch einen Erregernachweis. Die Eier der Würmer sind allerdings erst fünf bis zwölf Wochen nach der Infektion im Urin nachweisbar.

Weiterlesen: Blasenentzündung (Zystitis): Therapie

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