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Blasenentzündung (Zystitis): Diagnose

Veröffentlicht von: Carolin Grob (18. Juni 2013)

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) erfolgt die Diagnose in erster Linie anhand der geschilderten Symptome und einer Urinuntersuchung.

Bei der Urinuntersuchung kann bereits ein eitriger, blutiger oder faul riechender Urin deutlich auf eine Zystitis hinweisen. Wenn der Verdacht auf eine Blasenentzündung zutrifft, kann der Arzt bei der weiteren Diagnose in der Regel im Urin Folgendes feststellen:

Auch infolge einer Chemotherapie, einer Bestrahlung (sog. radiogene Zystitis) und einer Tuberkulose kann sich eine Blasenentzündung entwickeln. Für die Diagnose ist die Suche nach Bakterien im Urin in diesen Fällen allerdings nicht hilfreich, da sich in der Frühphase der Infektion keine Bakterien im Urin finden.

Neben der Urinuntersuchung können bei einer Blasenentzündung bestimmte Blutwerte zur Diagnose beitragen: So ist die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) in der Regel erhöht. Zudem kann man bei einer Zystitis eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen nachweisen. Dies deutet allgemein auf eine Entzündung hin.

Bei einer länger andauernden oder wiederholt auftretenden Blasenentzündung bietet sich zur Diagnose eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) an, um andere Ursachen wie einen gutartigen oder eventuell bösartigen Blasentumor auszuschließen. Während der Spiegelung ist es zudem möglich, Gewebeproben zu entnehmen und diese untersuchen zu lassen (sog. Biopsie).

Eine Blasenentzündung kann auch als Folge einer Wurmerkrankung entstehen, die in den Tropen oder Subtropen weit verbreitet ist (sog. Schistosomiasis). In dem Fall erfolgt die Diagnose durch den Erregernachweis. Die Eier der Würmer sind allerdings erst fünf bis zwölf Wochen nach der Infektion im Urin nachweisbar.






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