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Blasenentzündung (Zystitis): Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (17. August 2015)

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) erfolgt die Diagnose in erster Linie anhand der geschilderten Symptome und einer Urinuntersuchung.

Bei der Urinuntersuchung kann bereits ein eitriger, blutiger oder faul riechender Urin deutlich auf eine Blasenentzündung hinweisen. Wenn der Verdacht auf eine Zystitis zutrifft, kann der Arzt zudem typischerweise Folgendes im Urin feststellen:

Auch infolge einer Chemotherapie, einer Bestrahlung (sog. radiogene Zystitis) und einer Tuberkulose kann sich eine Blasenentzündung entwickeln. Für die Diagnose ist die Suche nach Bakterien im Urin in diesen Fällen allerdings nicht hilfreich, da sich in der Frühphase der Infektion keine Bakterien im Urin befinden.

Neben der Urinuntersuchung können auch bestimmte Blutwerte dabei helfen, eine Blasenentzündung zu diagnostizieren: So ist im Blut die Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) bei einer Zystitis meist erhöht. Zudem lässt sich eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen nachweisen. Dies deutet allgemein auf eine Entzündung hin.

Bei einer länger andauernden oder wiederholt auftretenden Blasenentzündung bietet sich eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) an, um andere Ursachen wie einen gutartigen oder eventuell bösartigen Blasentumor auszuschließen. Während der Spiegelung ist es zudem möglich, Gewebeproben zu entnehmen und diese untersuchen zu lassen (sog. Biopsie).

Eine Blasenentzündung kann auch als Folge einer Wurmerkrankung entstehen, die in den Tropen oder Subtropen weit verbreitet ist (sog. Schistosomiasis). In dem Fall stellt der Arzt die Diagnose durch den Erregernachweis. Die Eier der Würmer sind allerdings erst fünf bis zwölf Wochen nach der Infektion im Urin nachweisbar.



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