Binge Eating (Binge-Eating-Störung, Binge Eating Disorder)

Binge Eating (Binge-Eating-Störung, Binge Eating Disorder)

Binge Eating (Binge-Eating-Störung, Binge Eating Disorder): Diagnose

Stand: 24. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Binge Eating beziehungsweise einer Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder, BES oder BED) ergibt sich die Diagnose durch die ausführliche Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese).

Sind folgende Kriterien erfüllt, ist eine Binge Eating Disorder als Diagnose sehr wahrscheinlich:

  • Essanfälle an mindestens zwei Tagen pro Woche
  • hoher Leidensdruck durch die Essanfälle
  • die Betroffenen ergreifen nach den Essattacken keine Maßnahmen, die einer Gewichtszunahme vorbeugen

Die Abgrenzung der Binge Eating Disorder zur sogenannten Ess-Brech-Sucht (Bulimie) ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnose. Bei dieser Essstörung treten ebenfalls Essattacken auf. An Bulimie Erkrankte versuchen aber typischerweise, durch drastische Maßnahmen zu verhindern, dass die aufgenommene Nahrungsmenge zu einer Gewichtszunahme führt – so zum Beispiel durch:

Weil diese Verhaltensweisen bei der Binge Eating Disorder in der Regel nicht auftreten, lenken sie die Diagnose eher in Richtung Bulimie.

Weiterlesen: Binge Eating (Binge-Eating-Störung, Binge Eating Disorder): Therapie

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