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Bindehaut­entzündung (Konjunktivitis)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (10. Juni 2013)

Für rote Augen ist meistens eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) verantwortlich: Hierbei ist die Bindehaut im Auge entzündet oder irritiert. Dies kann viele verschiedene Ursachen haben.

Von der jeweiligen Entzündungsursache hängt es ab, ob bei einer Bindehautentzündung das Risiko einer Ansteckung besteht: Eine Konjunktivitis kann durch eine Infektion mit Erregern wie Bakterien (bakterielle Bindehautentzündung) oder Viren (virale Bindehautentzündung) entstehen. In dem Fall liegt eine infektiöse beziehungsweise ansteckende Bindehautentzündung vor.

Entwickelt die Bindehaut aufgrund einer Allergie eine Entzündung (allergische Bindehautentzündung) oder sind äußerliche Reize für die Beschwerden verantwortlich, ist die Bindehautentzündung hingegen nicht ansteckend. Gleiches gilt für den seltenen Fall, dass die Konjunktivitis ein Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung ist.

Eine Bindehautentzündung kann vielfältige Symptome hervorrufen. In der Regel äußert sich die Konjunktivitis durch

  • ein gerötetes Auge,
  • Juckreiz oder
  • ein Fremdkörpergefühl im Auge,
  • Augenbrennen sowie
  • durch einen verstärkten Tränenfluss.

Je nach Ursache können weitere Symptome hinzukommen: So sind bei einer Bindehautentzündung zum Beispiel zusätzlich vermehrte Absonderungen aus dem betroffenen Auge (v.a. bei Bakterien-Infektionen), vor allem bei Allergien eine geschwollene Bindehaut oder bei Virus-Infektionen kleine Vorwölbungen (sog. Follikel) in der Bindehaut möglich.

Anhand dieser Anzeichen kann ein Augenarzt die Bindehautentzündung leicht feststellen und auch die Ursache eingrenzen. Dies ist wichtig, um gegen die Bindehautentzündung die am besten geeignete Behandlung festlegen zu können: Zur Verfügung stehen künstliche Tränen oder Augentropfen, die je nach Ursache der Bindehautentzündung antibiotische, antiallergische oder kortisonhaltige Wirkstoffe enthalten.

Um die Beschwerden der Bindehautentzündung zu lindern, bieten sich als Hausmittel außerdem kalte Kompressen an. Gewöhnlich heilt eine Konjunktivitis bei geeigneter Therapie problemlos ab. Nur in seltenen schweren Fällen, bei denen auch die Hornhaut betroffen ist, kann es zu einer Sehschwäche kommen.






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