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Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Mai 2017)

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Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist extrem ansteckend, wenn sie durch Bakterien oder Viren ausgelöst wurde. Sie betrifft besonders oft Kinder und Kleinkinder, da diese häufig mit den Händen ins Gesicht fassen und die Erreger so verteilen.

Eine Bindehautentzündung zeigt sich duch typische Symptome, wie rote Augen, Augenbrennen, Juckreiz und verklebte Augen durch Absonderungen.

Was ist eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis)?
Eine Bindehautentzündung ist eine Entzündung oder Irritation der Bindehaut im Auge. Sie kann durch Bakterien oder Viren verursacht sein und ist dann hochansteckend. Sind Allergien oder äußere Reize die Ursache, ist die Konjunktivitis nicht ansteckend.

Häufigkeit

Die Bindehautentzündung gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Auges und ist der Hauptgrund für rote Augen. Bindehautentzündungen treten vor allem bei Kindern sehr oft auf.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Ursachen

Eine Bindehautentzündung kann vielfältige Ursachen haben. Ob die Konjunktivitis ansteckend ist, hängt vom jeweiligen Auslöser der Entzündung ab:

Häufig entsteht eine Bindehautentzündung aufgrund einer Infektion mit Erregern: So können Bakterien, Pilze oder Viren eine Konjunktivitis auslösen. Dann handelt es sich um eine ansteckende Bindehautentzündung.

Für eine Bindehautentzündung kommen als Ursachen aber auch Allergien oder äußerliche Reize infrage.

  • So können beispielsweise physikalische oder chemische Reize wie ätzende Substanzen, Verletzungen oder Fremdkörper im Auge (auch Kontaktlinsen) Bindehautentzündungen verursachen.
  • Umweltreize wie UV-Licht (z.B. im Gebirge oder unter der Höhensonne), Staub, Zugluft oder Rauch können ebenfalls für eine Konjunktivitis verantwortlich sein.

Diese Formen der Bindehautentzündung sind nicht ansteckend.

Manchmal verursacht auch eine andere Augenerkrankung eine Bindehautentzündung, zum Beispiel eine Erkrankung der Tränenwege. Außerdem kann die Konjunktivitis als Alterserscheinung bei einem trockenen Auge auftreten.

Welche der unterschiedlichen Formen von Konjunktivitis häufiger auftritt, schwankt regional und jahreszeitlich – abhängig davon, welche Erreger und Allergene gerade verbreitet vorkommen. Am weitesten verbreitet sind die bakterielle und die virale Bindehautentzündung.

Aufbau des Auges © Jupiterimages/Dorling Kindersley RF

Aufbau des Auges

Bakterielle Bindehautentzündung

Hinter einer Bindehautentzündung steckt häufig eine Infektion mit Bakterien. Für eine solche bakterielle Bindehautentzündung kommen verschiedene Erreger infrage:

  • Pneumokokken: Pneumokokken sind Bakterien, die die Haut oder Schleimhaut der Betroffenen besiedeln. Eine Bindehautentzündung durch Pneumokokken beginnt einseitig und nimmt einen akuten Verlauf mit mäßiger eitriger Sekretion. In einigen Fällen kann sich ein Hornhautgeschwür ausbilden.
  • Staphylokokken: Auslöser der meisten Bindehautentzündungen durch Staphylokokken ist das Bakterium Staphylococcus aureus. In der Regel kommt es dabei zu einer mäßigen Schleimproduktion.
  • Gonokokken: Gonokokken sind weltweit vorkommende Bakterien, die durch Geschlechtsverkehr übertragbar sind. Vor allem Säuglinge haben ein hohes Risiko, eine solche bakterielle Bindehautentzündung zu bekommen, da die Bakterien bei der Geburt von der Mutter auf das Baby gelangen können. Das Auge produziert bei dieser Form der Bindehautentzündung eine stark eitrige Absonderung (Sekret) und es bilden sich häufig Wassereinlagerungen im Augenlid. Um einer Bindehautentzündung des Säuglings vorzubeugen, besteht die Möglichkeit, ihm direkt nach der Entbindung einmalig eine vorbeugende Augensalbe zu geben. Die Salbe enthält das Antibiotikum Erythromycin oder Tetrazyklin.
  • Haemophilus influenzae: Von einer durch Bakterien der Art Haemophilus influenzae verursachten Bindehautentzündung sind vor allem Kinder betroffen. Die Absonderungen des Auges sind dabei eher wässrig.
  • Chlamydien: Chlamydien sind beim Geschlechtsverkehr übertragbar. Typisch für eine sexuell übertragene Konjunktivitis durch diese Bakterien ist, dass die Lymphknoten geschwollen sind und schmerzen. Unter schlechten hygienischen Bedingungen ist auch infektiöses Badewasser als Auslöser bekannt (sog. Schwimmbadkonjunktivitis). Darüber hinaus kann eine infizierte Mutter die Chlamydien auch bei der Geburt auf das Kind übertragen. Es können ein Auge oder auch beide Augen betroffen sein. Eine eitrige Sekretabsonderung und Schwellungen des Augenlids sind bei dieser Form der Bindehautentzündung häufig.

Virale Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann sich aufgrund einer Infektion mit Viren entwickeln. Am häufigsten entsteht eine solche virale Bindehautentzündung durch:

  • Adenoviren: Adenoviren verursachen meist eine fiebrige Allgemeinerkrankung mit Bindehautentzündung und sind sehr ansteckend (sog. Keratokonjunktivitis epidemica). Das Auge sondert dabei ein wässriges Sekret ab. Häufig besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht (Lichtscheu).
  • Herpesviren: Eine durch Herpesviren ausgelöste Bindehautentzündung verläuft in der Regel mild. Dabei kann auch die Haut um das Auge herum betroffen sein.

Auch die für Masern, Windpocken oder Röteln verantwortlichen Viren können im Verlauf der jeweiligen Erkrankung eine Konjunktivitis hervorrufen.

Bindehautentzündung durch Parasiten

Auch Parasiten wie Würmer oder Fliegenlarven können eine Bindehautentzündung auslösen. Parasitäre Bindehautentzündungen kommen vor allem in tropischen Gebieten Afrikas und Mittel- beziehungsweise Südamerikas vor.

Bindehautentzündung durch Allergien

Einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) liegen als Ursachen sehr häufig Allergien zugrunde. Eine sogenannte Rhinokonjunktivitis (allergische Konjunktivitis) tritt durch eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten allergieauslösenden Substanzen (Allergenen) auf und ist meist mit Heuschnupfen verbunden. Zu bestimmten Jahreszeiten können sich die Beschwerden verstärken. Das Auge sondert bei einer durch eine Allergie verursachten Bindehautentzündung ein wässriges Sekret ab. Außerdem treten

Bindehautentzündung durch äußere Reize

Für eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen als Ursachen auch äußere (exogene) Reize infrage: Fast jede reizende Substanz, die ins Auge gelangt, kann an der Bindehaut eine Entzündung auslösen. Eine solche exogene Bindehautentzündung heilt in der Regel folgenlos aus. Zu den durch äußere Reize ausgelösten Bindehautentzündungen zählen zum Beispiel:

  • Toxisch allergische Konjunktivitis: etwa durch Konservierungsmittel in Augentropfen
  • Reizkonjunktivitis: Bei dieser Form von Bindehautentzündung stehen Faktoren der Umwelt wie Rauch, Wind oder trockene Luft im Vordergrund. Auch UV-Licht (z.B. bei Aufenthalt im Gebirge) kann die Bindehaut so reizen, dass sie sich entzündet. Die vorherrschende Form der Bindehautentzündung bei älteren Menschen ist in Mitteleuropa die Reizkonjunktivitis als Folge einer mangelhaften Flüssigkeitsbenetzung des Auges (trockenes Auge). Sie tritt ohne zusätzliche Faktoren durch die stärkere Reibung des Auges auf.

Andere Ursachen

Für eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen neben Infektionen mit verschiedenen Erregern, äußeren Reizen und Allergien auch körperliche Grunderkrankungen wie etwa rheumatische Erkrankungen oder Erkrankungen am Auge infrage. Des Weiteren kann eine Bindehautentzündung durch Kontaktlinsen entstehen, die zu lange ohne Pause getragen wurden, oder wenn die Linsen verunreinigt oder beschädigt sind.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Symptome

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann folgende Symptome hervorrufen:

  • rote Augen
  • Augenbrennen, Druckgefühl am Auge
  • Lichtscheu
  • Juckreiz oder Fremdkörpergefühl (als wäre Sand im Auge)
  • verstärkter Tränenfluss
  • geschwollene Bindehaut
  • verklebte Augen durch Absonderungen

Die geröteten Augen sind das wichtigste Anzeichen für die Bindehautentzündung. Die Symptome können unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Entzündung kann zunächst nur einseitig auftreten oder von Anfang an beide Augen betreffen, wobei einseitige Bindehautentzündungen häufig schwerwiegender sind als beidseitige.

Wie stark die Betroffenen die mit der Bindehautentzündung verbundenen Symptome empfinden, hängt dabei nicht unbedingt vom Ausmaß der Entzündung ab: So kann auch eine scheinbar leicht entzündete Bindehaut sehr beeinträchtigend wirken und zum Beispiel dazu führen, dass man sich durch Licht stark geblendet fühlt und die Augen krampfhaft zukneifen muss.

Welche Symptome eine Bindehautentzündung im Einzelnen verursacht, richtet sich nach der Ursache der Entzündung: Wenn eine Infektion mit Bakterien vorliegt, ist eine vermehrte wässrige, schleimige oder eitrige Absonderung körpereigener Stoffe (Sekrete) für die Bindehautentzündung typisch. Diese vermehrte Sekretion stört besonders, da hierdurch die Augenlider am Morgen verklebt sein können.

Daneben kann eine durch Erreger verursachte (d.h. ansteckende) Bindehautentzündung die folgenden zusätzlichen Symptome auslösen:

  • erhöhte Lichtempfindlichkeit,
  • verstärkte Tränenproduktion,
  • krampfhafter Lidschluss,
  • Fremdkörpergefühl,
  • Augenbrennen,
  • Druckgefühl am Auge und
  • eine Schwellung der Bindehaut.

Vor allem die virale oder bakterielle Bindehautentzündung kann durch kleine Vorwölbungen in der Bindehaut (sog. Follikel) gekennzeichnet sein, die durch Ansammlung von bestimmten weißen Blutkörperchen (sog. Lymphozyten) entstehen. Solche Veränderungen an der Bindehaut können aber auch nach längerer Behandlung der Augen mit Pilocarpin-haltigen Augentropfen auftreten, wie es zum Beispiel beim grünen Star der Fall sein kann.

Eine durch äußerliche Reize oder Allergien ausgelöste Bindehautentzündung (nicht-infektiöse Konjunktivitis) ist eher durch Symptome wie verstärkt tränende, brennende, juckende Augen mit Fremdkörpergefühl gekennzeichnet. Bei nicht-ansteckenden Bindehautentzündungen sondert das Auge in der Regel kein Sekret ab, das die Augen verklebt. Dafür kann vor allem die allergische Bindehautentzündung mit einer besonders starken Schwellung der Bindehaut einhergehen; auch begleitende Symptome wie Niesen und Schnupfen sind möglich. Typisch für die allergische Konjunktivitis sind außerdem Veränderungen an der Bindehaut in Form von abgeplatteten Vorwölbungen (sog. Papillen oder – bei starker Ausprägung – Pflastersteine).

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Diagnose

Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) gelingt die Diagnose anhand der typischen Symptome und Beschwerden: So können zum Beispiel ein gerötetes Auge, Juckreiz, ein Fremdkörpergefühl im Auge, Augenbrennen sowie ein verstärkter Tränenfluss auf eine Bindehautentzündung hinweisen. Welche Symptome auftreten, hängt auch vom Auslöser der Entzündung ab: Durch Bakterien verursachte Bindehautentzündungen gehen meist mit einer vermehrten Absonderung aus dem betroffenen Auge einher, bei virusbedingten Entzündungen können sich kleine Vorwölbungen (sog. Follikel) in der Bindehaut bilden und für eine allergische Bindehautentzündung ist typisch, dass zugleich Heuschnupfen-Beschwerden wie Niesen bestehen.

Der Arzt untersucht die Augen mit der sogenannten Spaltlampe: Mit deren Hilfe kann der Augenarzt das Auge bei einer bestimmten Beleuchtung vergrößert betrachten. In der Regel klappt der Augenarzt das Augenlid bei der Untersuchung vorsichtig um, um die Innenseite zu beurteilen und auf der Bindehaut Veränderungen, die bei einer Bindehautentzündung auftreten können, festzustellen.

Bei einer Bindehautentzündung ist es für die Diagnose auch wichtig, zu wissen, ob anfangs nur ein Auge betroffen war oder ob die Entzündung von Beginn an beidseitig bestand: Eine einseitige Konjunktivitis spricht eher für eine Infektion als Ursache (z.B. durch Herpes-simplex-Viren oder Bakterien) und ist oft schwerwiegender.

Um die Ursache der Bindehautentzündung bei der Diagnose sicher bestimmen zu können, kommen weitere Verfahren zum Einsatz: Bei Verdacht auf eine bakterielle Bindehautentzündung entnimmt der Arzt eine Probe (Bindehautabstrich), um den Erreger zu bestimmen. Ob und welche Allergie hinter der Konjunktivitis steckt, kann man durch einen Allergietest herausfinden.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Therapie

Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) richtet sich die Therapie vor allem nach der Ursache der Entzündung, aber auch nach deren Schwere und Verlauf sowie nach dem Ausmaß der Beschwerden. Solange die Bindehautentzündung besteht, ist es in jedem Fall ratsam, nach Möglichkeit keine Kontaktlinsen zu tragen.

Bakterielle Bindehautentzündung

Eine durch Bakterien ausgelöste Bindehautentzündung macht nicht immer unbedingt eine Therapie erforderlich: In den meisten Fällen heilt eine bakterielle Bindehautentzündung von allein ab. Als unterstützende Behandlung können Ihnen Augentropfen oder eine Augensalbe helfen, die gegen besonders viele Bakterien wirksame Antibiotika enthalten (d.h. ein breites Wirkungsspektrum aufweisen).

Wenn Sie eine schwere bakterielle Bindehautentzündung haben, ist es nötig, den Erreger genau zu ermitteln, um gezielt mit einem passenden Antibiotikum behandeln zu können. Die Therapie erfolgt in Form von Augentropfen und häufig begleitend in Tablettenform.

Virale Bindehautentzündung

Bei einer durch Viren verursachten Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist meist keine gezielte Therapie möglich. Stattdessen können gegen die virale Bindehautentzündung künstliche Tränen und kalte Kompressen zum Einsatz kommen, um die Symptome zu lindern. Nur wenn das Herpesvirus für Ihre Bindehautentzündung verantwortlich ist, steht zur Behandlung etwa mit dem Wirkstoff Aciclovir ein geeignetes Medikament zur Verfügung, mit dem man die Viren gezielt bekämpfen kann.

Allergische Bindehautentzündung

Steckt eine Allergie hinter Ihrer Bindehautentzündung (Konjunktivitis), ist es zur Therapie ratsam, den allergieauslösenden Stoff (sog. Allergen) zu ermitteln und nach Möglichkeit zu meiden. Kalte Kompressen und künstliche Tränen ohne Konservierungsstoffe helfen gegen die für die allergische Bindehautentzündung bedingten Beschwerden. Zusätzlich kommen zur Therapie abschwellende, kortisonhaltige Augentropfen zum Einsatz. Eventuell erfolgt gegen die allergische Bindehautentzündung auch eine längerfristige Behandlung mit sogenannten Mastzellstabilisatoren und Antihistaminika.

Des Weiteren ist bei einer allergiebedingten Konjunktivitis zur längerfristigen Therapie eine Hyposensibilisierung gegen das verantwortliche Allergen empfehlenswert: Bei der Hyposensibilisierung bekommen Sie über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren das entsprechende Allergen in allmählich steigenden Dosierungen gespritzt, um die Überempfindlichkeit Ihres Immunsystems herabzusetzen. Dies kann eine allergische Reaktion wie die allergische Bindehautentzündung auf Dauer verhindern.

Bindehautentzündung durch äußere Reize

Bei einer Bindehautentzündung durch äußere (exogene) Reize eignen sich zur Therapie künstliche Augentropfen und kalte Kompressen, um die Beschwerden zu lindern. Außerdem ist es bei einer solchen Bindehautentzündung für eine erfolgreiche Behandlung wichtig, die jeweils verantwortlichen äußeren Reize – wie Konservierungsmittel, Rauch, Wind, trockene Luft oder UV-Licht – nach Möglichkeit zu meiden beziehungsweise sich entsprechend vor ihnen zu schützen.

Ein Kind bekommt Augentropfen. © iStock

Augentropfen können gegen eine Bindehautentzündung helfen.

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Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Verlauf

Meist nimmt eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) einen milden Verlauf: In der Regel heilt sie ohne Folgen für das Auge und das Sehen ab. In seltenen schweren Fällen können jedoch bleibende Schäden mit einem Verlust der Sehschärfe auftreten, wenn die Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Es hängt unter anderem von der Ursache ab, wie lange eine Bindehautentzündung besteht. Die Dauer kann dabei wenige Tage bis zu einigen Wochen betragen. Meist nehmen die Beschwerden in den ersten Tagen zu und klingen dann innerhalb von etwa 10 bis 14 Tagen ab. Eine akute Bindehautentzündung dauert kürzer als vier Wochen, bei der chronischen Form ist eine Dauer von mehr als drei bis vier Wochen typisch.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Vorbeugen

Einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) können Sie nur bedingt vorbeugen. Wenn Ihre Augen empfindlich auf äußere Reize wie Zugluft oder Staub reagieren, sollten Sie versuchen, sich diesen Umweltfaktoren möglichst nicht auszusetzen.

Wenn bei Ihnen eine Allergie bekannt ist, dann können Sie einer Konjunktivitis vorbeugen, indem Sie die allergieauslösende Substanz nach Möglichkeit meiden. Alternativ oder zusätzlich können Medikamente, die die allergische Reaktion des Körpers verringern, gegen eine allergische Bindehautentzündung helfen. Dazu zählen sogenannte Mastzellstabilisatoren oder Antihistaminika.

Wenn Sie schwanger und mit Gonokokken infiziert sind, ist es wichtig, dass Sie einer Bindehautentzündung bei Ihrem Baby vorbeugen: Wenn Sie bei der Geburt die Gonokokken auf Ihr Kind übertragen, können diese Bakterien bei Ihrem Baby eine schwere bakterielle Konjunktivitis auslösen. Um diese Bindehautentzündung bei neugeborenen Kindern zu verhindern, bietet sich eine Behandlung der Säuglinge mithilfe von antibiotikahaltiger Augensalbe an.

Auch wenn in den meisten Fällen eine Bindehautentzündung die Ursache für rote Augen ist und Bindehautentzündungen in der Regel harmlos verlaufen, gilt: Bei geröteten Augen ist es stets ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen, um vorsichtshalber andere Ursachen auszuschließen. So können Sie möglichen Folgeschäden einer zu spät erkannten und behandelten Erkrankung vorbeugen.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Bindehaut­entzündung (Konjunktivitis)":

    Onmeda-Lesetipps: 

    Arzneimittelinformationen zu Bindehautentzündung

    Rote Augen

    Quellen:

    Online-Informationen des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V.: cms.augeninfo.de (Abrufdatum: 17.5.2017)

    Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 7.4.2017)

    Lang, G. K.: Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2014

    Adenovirus-Konjunktivitiden. Online-Informationen des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 21.3.2014)

    Burk, A., Burk, R.: Checkliste Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2014

    Stand: 17. Mai 2017

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