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Schistosomiasis (Bilharziose)ÜbertragungswegStand: 18. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die einer Schistosomiasis (Bilharziose) als Ursachen zugrunde liegenden Parasiten gelangen auf einem Übertragungsweg zum Menschen, der durch einen Wirtswechsel gekennzeichnet ist: Ein befallener – also von Schistosomiasis betroffener – Mensch scheidet die Eier der ursächlichen Parasiten (Schistosomen bzw. Pärchenegel) mit dem Stuhl oder Urin aus. Gelangen die Eier der mit menschlichen Ausscheidungen in Oberflächengewässer, so kommen aus ihnen Wimpernlarven (Mirazidien) frei, die etwa vier Wochen lebensfähig sind. In dieser Zeit müssen die Wimpernlarven einen Zwischenwirt finden und in ihn eindringen. Zwischenwirt ist für jede Schistosomenart und jede geographische Region eine spezifische Schneckenart, die teils nur im Wasser, teils an der Wasseroberfläche lebt. Fehlen diese Zwischenwirte, können sich die Würmer nicht ausbreiten. In den Schnecken vermehren sich die Wimpernlarven stark und reifen weiter. Nach etwa vier bis sechs Wochen haben sich aus den Wimpernlarven Hunderte von Gabelschwanzlarven (Zerkarien) entwickelt, deren Freisetzung jetzt erfolgt. Diese Gabelschwanzlarven sind etwa 0,3 bis 0,6 Millimeter lang. In der Regel sind sie, je nach Umgebungstemperatur, höchstens zwei Tage lebensfähig und in der Lage, die Schistosomiasis zu übertragen. Finden sie in dieser Zeit ihren Endwirt (Mensch), dringen sie durch dessen Haut ein. Dies ist ihnen durch ein Enzym möglich, das Gewebe auflöst. Über das menschliche Lymphsystem erreichen die Gabelschwanzlarven den Kreislauf und gelangen letztendlich in die Leberpfortader. Hier entwickeln sie sich innerhalb von etwa sechs Wochen zu den geschlechtsreifen Würmern. Nach der Begattung wandern sie dann als Pärchenegel (Paare aus jeweils einem männlichen und einem weiblichen Wurm) in die Venen des Darms oder noch weiter in die Venen des kleinen Beckens, beispielsweise der Blase. Hier legt das Weibchen die Eier ab, die der befallene Mensch dann mit Stuhl oder Urin ausscheidet. Gelangen diese Ausscheidungen in Oberflächengewässer, schlüpfen aus den Eiern wieder Wimpernlarven. Der Mensch infiziert sich durch den Kontakt mit verseuchtem Wasser, zum Beispiel beim Baden, Waschen, Trinken oder beim Fischfang. Der Kreislauf beginnt dann erneut. Wahrscheinlich erreichen die Schistosomen ein mittleres Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Eine Übertragung der Schistosomiasis von Mensch zu Mensch, beispielsweise durch Geschlechtsverkehr, ist ausgeschlossen. Weiterlesen: Schistosomiasis (Bilharziose): Ursachen – Inkubationszeit Das könnte Sie auch interessieren
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