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Schistosomiasis (Bilharziose)

Schistosomiasis (Bilharziose): Symptome

Stand: 18. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Schistosomiasis (Bilharziose) zeigen sich die ersten Symptome schon wenige Stunden, nachdem die Larven des Erregers (sog. Zerkarien) durch die Haut in den menschlichen Körper eingedrungen sind: Es entsteht die sogenannte Zerkariendermatitis (Badedermatitis oder Schwimmdermatitis). Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsstelle stark juckt und sich ein Hautausschlag ausbildet. In manchen Fällen tritt hohes Fieber auf. Diese ersten Anzeichen einer Schistosomiasis klingen jedoch meist innerhalb von zwei Wochen wieder ab.

Im Anschluss an die ersten Schistosomiasis-Symptome kann sich als Folge der ersten Eiablage das Katayama-Fieber mit Schüttelfrost, Fieber, Husten und Kopfschmerzen entwickeln. Lymphknoten, Leber und Milz sind vergrößert. Auch diese Symptome bilden sich innerhalb einiger Wochen zurück; in besonders schweren Fällen kann die Schistosomiasis jedoch tödlich verlaufen.

Unbehandelt geht die Schistosomiasis in eine chronische Infektion über. Die Symptome dieses Stadiums treten vorwiegend dort auf, wo die Würmer bevorzugt ihre Eier ablegen (Darm, Blase, Leber), und hängen vom Ausmaß der Verwurmung ab. Demzufolge können sowohl wenige leichte als auch massive Beschwerden auftreten. Sie entstehen dadurch, dass die Schistosomeneier kleinste Blutgefäße verschließen, die nachfolgend veröden können, sowie durch die chronische entzündliche Reaktion des Körpers. Bei der Darmschistosomiasis treten Bauchschmerzen und wässrige – oft auch blutige – Durchfälle auf. Als Folge der Entzündung ist der Darm besonders anfällig gegenüber anderen Erregern (wie Salmonellen) und neigt dazu, Schleimhautwucherungen (Polypen) zu bilden.

Die Schistosomiasis der Blase führt zu Schmerzen beim Wasserlassen, verbunden mit Blut im Urin. Auch hier können Schleimhautwucherungen entstehen. Veränderungen der Blasenschleimhaut, hervorgerufen durch die Eiablagerungen, gelten als Präkanzerose – das heißt, sie können der Ursprung für die Entstehung von Blasenkrebs sein. Sind auch die Harnleiter betroffen, können sich aufsteigende Harnwegsinfekte bilden. Bei Frauen besteht die Möglichkeit, dass sich die Eileiter entzünden, was mit einem erhöhten Risiko für eine Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eileiterschwangerschaft (extrauterine Schwangerschaft) und Unfruchtbarkeit verbunden ist.

Auch Leber, Lunge und selbst das Gehirn können von der Schistosomiasis betroffen sein. Andere Organe sind selten befallen. Ist die Leber betroffen, kann dadurch der Druck im Pfortaderkreislauf erhöht sein, wobei die Funktion der Leberzellen allerdings sehr lange erhalten bleibt.

Weiterlesen: Schistosomiasis (Bilharziose): Diagnose

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